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	<title>gsw-geschichte.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-07-07T14:52:35Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>http://gsw-geschichte.de/index.php?title=Kann_man_in_Venedig_Kanu_fahren%3F&amp;diff=331</id>
		<title>Kann man in Venedig Kanu fahren?</title>
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		<updated>2023-08-22T21:04:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unger: 3 Fotos&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Wie entstand die Kanu-AG?==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kanu 007.jpg|thumb|600px|  ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kanu 010.jpg|thumb|600px|  ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kanu 025.jpg|thumb|600px|  ]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1982 kam Wolfgang Hacke in einem privaten Kanuurlaub auf der&lt;br /&gt;
Ardèche (Südfrankreich) die Idee mit Lernenden Kanu zu fahren. Seine Frau&lt;br /&gt;
Renate fuhr damals zum ersten Mal Kanu. Wolfgang hatte Renate für den Fall&lt;br /&gt;
der ihrer ersten Kenterung gesagt: „unbedingt das Brett und das&lt;br /&gt;
Paddel festhalten!“ Wer schon einmal gekentert ist, weiß, dass es nicht so&lt;br /&gt;
einfach ist. Wie sollten bei solchen „Empfehlungen“ die ersten Touren&lt;br /&gt;
aussehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fixe Idee wurde 1983 mit einer Kursfahrt auf der Diemel in die Tat&lt;br /&gt;
umgesetzt. Natürlich gab es damals noch nicht genügend Kanus – eigentlich nur&lt;br /&gt;
ein privates Kanu von Wolfgang und Renate - daher lieh Wolfgang sich alles&lt;br /&gt;
Equipment von überallher zusammen einschließlich improvisierter „dichter“&lt;br /&gt;
Säcke für Kleidung. Nachdem gelungenen Start folgte eine Sommertour auf der&lt;br /&gt;
Ardèche in '''Frankreich'''. Damals wurde noch in kleinen Häusern in einem&lt;br /&gt;
Bungalow-Park übernachtet und ein einziges Küchenteam kochte für alle&lt;br /&gt;
Mitfahrenden. Erst am Morgen wurde überlegt auf welchen Flussabschnitt&lt;br /&gt;
gefahren werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1984 auf der Loire richtig Kanuwandern stattfand und 1985 wieder in&lt;br /&gt;
Häusern übernachtet wurde, entschied sich Wolfgang für das Kanuwandern.&lt;br /&gt;
„Ich war es leid, jeden Tag mit dem Auto (trotz Faible für dieses&lt;br /&gt;
Fortbewegungsmittel) fahren zu müssen!“ Durch das Kanuwandern &amp;lt;u&amp;gt;ohne&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
Begleitauto wurde ab jetzt alles zum Übernachten, Kochen sowie die&lt;br /&gt;
Wechselkleidung mitgenommen. Ebenso müssten die Schülerinnen und Schüler&lt;br /&gt;
jetzt alles selbstständig machen, bei täglich wechselndem Kochteam. Probleme&lt;br /&gt;
gab es gelegentlich, wenn Väter mitfuhren (halber Scherz), weil die ohne&lt;br /&gt;
Ehefrauen kaum pädagogische Korrektur annahmen. Manche meinten sogar,&lt;br /&gt;
sie brauchten sich nicht an Essensbeginnzeiten zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gab es wichtige Einschnitte bei der Kanu-AG?==&lt;br /&gt;
Seit 1985/86 galt die Kanu-AG auf Grundlage einer Vereinbarung mit der&lt;br /&gt;
Bezirksregierung als ein (quasi) Verein. Die AG wurde aus Haftungs- und&lt;br /&gt;
Versicherungssicht wie ein e.V. geführt. Dieses Konstrukt war vor allem für die&lt;br /&gt;
Touren quer durch Europa eine Geste aus der Behörde, die eigentlich für&lt;br /&gt;
bürokratische Absicherung bekannt war bzw. ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So um 1998 kamen Menschen mit Behinderungen aus Villa Keller mit. Die&lt;br /&gt;
Mutter einer Schülerin hatte gefragt, ob wir Personen aus der Villa mitnehmen&lt;br /&gt;
könnten. Besonderer Dank gilt der inzwischen verstorbenen&lt;br /&gt;
Ursulinenschwester Angela Johanna, die der Zusammenarbeit sehr&lt;br /&gt;
aufgeschlossen war. Für die nicht nur mobil eingeschränkten&lt;br /&gt;
Bewohner/Mitfahrer war es schon eine Herausforderung, außer dem Fahren im&lt;br /&gt;
teilweise sehr bewegten Flusswasser sich in unebenem Gelände zwischen den&lt;br /&gt;
Zelten zu bewegen. Später wurde es schwieriger, da nicht jeder Zivi sofort&lt;br /&gt;
erkannte, dass zusätzliche Herausforderungen den Charakter ungemein&lt;br /&gt;
stärkten, machmal auf lange Sicht. Es bestehen weiterhin Kooperationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie war es noch einmal mit dem Festfahren von Autos?==&lt;br /&gt;
1986 war die Kanu-AG in '''Griechenland''' auf dem Pinios (Peneios) unterwegs. Es&lt;br /&gt;
war die erste Wandertour zu Ostern, dies bedeutete viel Regen und eigentlich&lt;br /&gt;
war alles nass. Die Sachen wurden damals zum Trocknen in einer Ziegelei eines&lt;br /&gt;
Bekannten von Manfred Nitschke (anderer abenteuerhungriger Lehrer an der&lt;br /&gt;
GSW, bekannt für seine Wandertouren „Hellas extrem“) aufgehangen.&lt;br /&gt;
Wolfgang konnte es natürlich nicht dabei belassen den Tag in Ruhe ausklingen&lt;br /&gt;
zu lassen. Daher musste wie immer in einer abendlichen Aktion „mal eben“&lt;br /&gt;
nach einer Einstiegsstelle für den nächsten Tag geguckt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ärgerlich (im Nachhinein Erweiterung des Anekdoten-Schatzes), wenn man sich&lt;br /&gt;
dabei am Flussufer im Sand festgefahren hat. Der erste Retter hatte sich&lt;br /&gt;
ebenfalls mit einem kleinen LKW festgefahren. Nach einer gefühlten Ewigkeit&lt;br /&gt;
wurde aus einer kleinen abendlichen Ausfahrt ein abendfüllendes Programm.&lt;br /&gt;
Erst mit einem Caterpillar konnten beide Fahrzeuge vom Flussufer befreit&lt;br /&gt;
werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich Wolfgang mal öfters festgefahren hatte, gibt es noch einiges mehr zu&lt;br /&gt;
berichten. So mussten auf der Suche nach einer Zeltstelle auf einem Feld auch&lt;br /&gt;
mal die Fußmatten gegen den Schlamm helfen oder die Mittelbretter aus den&lt;br /&gt;
Kanus untergelegt werden. Ebenso ist oftmals aktives Schieben der&lt;br /&gt;
Mitfahrenden schwer erwünscht. Geist und Muskeln bilden eine Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wer hat die Routen zur An- und Abreise ausgewählt?==&lt;br /&gt;
Scheinbar keiner! So kann man mit einem semi-neuen VW-Bus mit 70 PS,&lt;br /&gt;
vollbesetzt und mit schwerem Anhänger über den Dolomitenpass nach '''Italien'''&lt;br /&gt;
fahren. Das soll auch heute noch gehen! Natürlich waren wir ein&lt;br /&gt;
Verkehrshindernis hochhundert, hoch sind wir mit 30 Km/h geschlichen und die&lt;br /&gt;
Motorradfahrer waren nicht begeistert. Bergab mussten wir natürlich&lt;br /&gt;
regelmäßig die Bremsen und den Motor am Straßenrand kühlen. Wir halten&lt;br /&gt;
fest: die stark geschlängelte Strecke auf der Karte soll ist die kürzeste Route&lt;br /&gt;
sein, aber nicht für die Kanu-AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Übertreiben bei Bergauf- und Abfahrten wird am Ende auch mit&lt;br /&gt;
Kupplungsbrüchen bestraft. Auf der '''Griechenland'''tour 2007 wurde der Bulli bei&lt;br /&gt;
Monemvasia so stark beansprucht, dass in Griechenland der 1 und 2 Gang nicht&lt;br /&gt;
mehr funktionierte. Der Bulli musste auf der Rückfahrt in Venedig von der&lt;br /&gt;
Fähre geschoben werden und schaffte es nach Zwischenaufenthalt in einer&lt;br /&gt;
italienischen „Künstler“-Werkstatt noch bis nach Bayern. Ab da musste er&lt;br /&gt;
abgeschleppt werden, da die restliche Kupplung den Geist aufgegeben hatte -&lt;br /&gt;
so ist es mit dem Material. Menschen halten bekanntlich mehr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hat wer die Reifen kontrolliert?==&lt;br /&gt;
Auf dem Weg nach '''Frankreich''' 2022 wurden vorher alle Reifen am Anhänger&lt;br /&gt;
aufgepumpt, aber nicht weiter begutachtet. Auf halber Strecke hat ein Reifen&lt;br /&gt;
Luft verloren, eigentlich ein einfaches Problem, was sich mit dem Ersatzreifen&lt;br /&gt;
beheben lässt. Eher problematisch, wenn jemand schon einmal auf die Idee&lt;br /&gt;
gekommen ist, den Reifen zu tauschen. Der Ersatzreifen hatte also auch einen&lt;br /&gt;
Platten. Bei der Begutachtung aller Anhängerreifen, stellten wir den eigentlich&lt;br /&gt;
schlechten Zustand fest. Es half nichts, es mussten an einem Samstag um 7:00&lt;br /&gt;
Uhr morgens 5 neue Reifen her. 4 Reifenhändler und 4 Stunden später, hatte&lt;br /&gt;
die Kanu-AG 5 neue Reifen und konnte die Fahrt fortsetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie konnte der Anhänger nur umkippen?==&lt;br /&gt;
Selten kam es vor, dass Anhänger umgekippt sind. Die Gründe sind relativ&lt;br /&gt;
einfach: Ein übersehender Stein, wo der Anhänger hängen bleibt oder ein&lt;br /&gt;
ungünstiger Kurvenradius an einem Graben. Es hilft nichts, der Anhänger muss&lt;br /&gt;
abgeladen, aufgerichtet und neu beladen werden. Ach so! Die Brückenhöhe&lt;br /&gt;
sollte kontrolliert werden, so kann es sein, dass man mit dem Anhänger an der&lt;br /&gt;
Brücke hängen bleibt. Zum Glück haben der Anhänger und die Brücke es&lt;br /&gt;
unbeschadet überstanden. Ebenso wurde die Höhe der Brücke auch schon&lt;br /&gt;
einmal nur knapp unterschätzt und für ein paar Zentimeter wurde Luft auf den&lt;br /&gt;
Reifen gelassen – was man halt so tut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einreise verboten?!==&lt;br /&gt;
Bei der Einreise nach '''Portugal''' sollte Wolfgang sein Diplom für die Einreise&lt;br /&gt;
vorzeigen. Die Grenzpolizei konnte nicht glauben, dass ein Mann mit Latzhose&lt;br /&gt;
und Bart ein Lehrer sei (aus südeuropäischer Perspektive ein wenig&lt;br /&gt;
verständlich), welcher auch noch eine Jugendgruppe leiten könne. Ein Lehrer&lt;br /&gt;
müsse Anzug und Krawatte tragen. Richtig, sagte Wolfgang schon damals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Kroatien''' ist es uns schon mehrmals gelungen eine größere Gepäckkontrolle&lt;br /&gt;
zu umgehen. Zum einem ist es die schiere Masse an Gepäck, welche wir in den&lt;br /&gt;
zwei Anhänger transportieren. Zum anderen ist vor allem der Gepäckanhänger&lt;br /&gt;
so schlecht gepackt, dass der Grenzpolizei regelmäßig die Sachen&lt;br /&gt;
entgegenkommen oder sie vor eine Wand aus Reisetaschen schauen. Scheinbar&lt;br /&gt;
wirkt dies abschreckend genug. So gelang es auch vor der Wende, Schüler&lt;br /&gt;
(vereinzelt) unter einer Decke zu transportieren, wenn Mutter den Ausweis&lt;br /&gt;
nicht mitgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie kann man nur Boote verlieren?==&lt;br /&gt;
Die Boote anbinden oder an einen höheren Platz ziehen lohnt sich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der langjährigen Geschichte der Kanu-AG ist leider auch das ein oder andere&lt;br /&gt;
Boot abhandengekommen. So wurden in '''Portugal''' die Boote zwar etwas höher&lt;br /&gt;
gezogen, aber durch Regenfälle im Oberlauf wurde mehr Wasser im Stausee&lt;br /&gt;
abgelassen und die Boote wurden mitgerissen. Was folgte ist typisch Kanu-AG&lt;br /&gt;
Gesamtschule Wulfen: Es wurde davon in der Zeitung berichtet und mit ein&lt;br /&gt;
wenig Hilfe konnten wenigstens ein paar Boote mit Unterstützung der&lt;br /&gt;
portugiesischen Grenzpolizei gefunden werden. Einige blieben auch&lt;br /&gt;
verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Griechenland''' brauchte man 1986 für die Ein- und Ausfuhr der Boote&lt;br /&gt;
Dokumente. Problematisch wird es, wenn die Anzahl der Boote, die ausgeführt&lt;br /&gt;
werden, nicht mit der Anzahl der Boote übereinstimmt, die auf dem Anhänger&lt;br /&gt;
sind. In Griechenland war ein Boot „abgesoffen“ und somit hatten wir ein Boot&lt;br /&gt;
zu wenig. Manfred Nitschke sollte sich darum kümmern, dass die Polizei dies&lt;br /&gt;
bestätigt, damit es keine Probleme bei der Ausreise gab. Da die Polizeiwache&lt;br /&gt;
noch geschlossen war, spielte Manfred mit seiner Gitarre griechische Lieder vor&lt;br /&gt;
der Polizeiwache und wurde so zum Highlight der Bewohner. Später&lt;br /&gt;
bescheinigte der Polizeichef das Fehlen des einen Bootes. An der Grenze stellte&lt;br /&gt;
sich aber heraus, dass ein Boot zu wenig bei der Einreise eingetragen wurde.&lt;br /&gt;
Zum Glück merkten es die Grenzer nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch 2021 in '''Österreich''' an der Drau wären die Boote fast weggeschwommen.&lt;br /&gt;
Die Boote wurden auf eine höher gelegene Kiesbank gezogen und „natürlich“&lt;br /&gt;
nicht festgemacht. Da es im Oberlauf der Drau stark regnete, stieg der Pegel&lt;br /&gt;
der Drau um einen halben Meter an. Nur durch Zufall wurde dies bemerkt und&lt;br /&gt;
die Boote drei Meter höher gebracht. Am Ende genau die richtige&lt;br /&gt;
Entscheidung, sonst wären die Boote wie in Portugal abhandengekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wo war noch einmal der Supermarkt?==&lt;br /&gt;
Eine kurze Anmerkung vorweg: Wo der nächste Supermarkt ist, lässt sich heute&lt;br /&gt;
mit Handy und Co. gut herausfinden, ebenso gibt es die großen Discountketten&lt;br /&gt;
auch im Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist es nicht immer so einfach und manchmal ist der nächste&lt;br /&gt;
Supermarkt weiter weg vom Fluss als man denkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann es vor allem im osteuropäischen Ausland sowie Spanien, Portugal und&lt;br /&gt;
Griechenland passieren, dass man auf gut Glück losläuft, da man von&lt;br /&gt;
Einheimischen gehört habe, dass dort später der Brotwagen an der fünften&lt;br /&gt;
Kreuzung links in dem Ort um 12:10 Uhr anhält (stimmt nur bedingt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam es auch schon mal vor, dass man wegen zu wenig vorhandenem Essen in&lt;br /&gt;
ein Dorf zum Bäcker geht und diesen gefühlt leer kauft. Damals in Portugal&lt;br /&gt;
hatte der Bäcker leider nur morgens offen und sonst war in dem Dorf eher&lt;br /&gt;
wenig los. Renate berichtete den wenigen Menschen in dem Dorf über die&lt;br /&gt;
Kanu-AG und dass sie was zu essen bräuchten. Eine Frau brachte ein halbes&lt;br /&gt;
Brot und dies hatten dann mehrere aus dem Dorf getan. Es wurde so viel&lt;br /&gt;
gegeben, dass alle gut auskamen. Das biblische Gleichnis korrespondierte mit&lt;br /&gt;
der Realität, die von den Dorfbewohnerinnen geschaffen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanterweise trifft die Kanu-AG immer wieder auf Gastfreundschaft.&lt;br /&gt;
So wurden wir oftmals mitgenommen, durften bei Bauern auf Wiesen&lt;br /&gt;
und in Scheunen übernachten oder unsere Einkäufe wurden mehrere Kilometer&lt;br /&gt;
zum Fluss zurückgebracht. Ebenso ist die Gastfreundschaft vor allem beim&lt;br /&gt;
Wasserholen zu merken. Wenn man sich teilweise mit Händen und Füßen&lt;br /&gt;
verständigen muss, damit man endlich wieder Frischwasser bekommt. Naja –&lt;br /&gt;
ein Akt der Völkerverständigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gab es Antiaktionen oder Heldentaten?==&lt;br /&gt;
Antiaktionen sind Sachen die unnötigerweise erledigt wurden, um sie danach&lt;br /&gt;
zu verbessern. Unnötig ist eigentlich nicht ganz das richtige Wort, da die&lt;br /&gt;
Aktionen ja einen Sinn ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hatte Thorsten Block nach dem Aufbau der Zelte ein Plateau entdeckt von&lt;br /&gt;
dem die Aussicht deutlich besser war. So wurden alle Sachen abgebaut und&lt;br /&gt;
nach oben getragen um eine bessere Aussicht genießen zu können. Genialer&lt;br /&gt;
Einfall, wat?!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wurden und werden regelmäßig die Boote nach dem Rausziehen&lt;br /&gt;
zunächst hingelegt und später doch noch nach Farbe sortiert.&lt;br /&gt;
An der Diemel wurde einmal ein Autoschlüssel versenkt, da dieser oben in der&lt;br /&gt;
Tonne lag. Natürlich brachte ein Vater aus Dorsten den 2. Schlüssel zur&lt;br /&gt;
Ausstiegsstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie ist das mit den vergessenen Sachen?==&lt;br /&gt;
Natürlich vergessen wir auch schon einmal Sachen. Die vergessenen Paddel,&lt;br /&gt;
deren Fehlen kurz vor der Autobahnauffahrt auffallen sind dabei das geringste&lt;br /&gt;
Übel. Aber wenn man kurz vor Paderborn an der Lippe keine Jurtenstangen hat,&lt;br /&gt;
wird es schwierig. So mussten zwei Personen nochmal 4 Stunden hin und her&lt;br /&gt;
fahren, damit in der Jurte geschlafen werden konnte. Leider war es kein&lt;br /&gt;
Wetter (nach Ansicht der verweichlichten Mehrheit) zum draußen Schlafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was war die längste Stromschnelle?==&lt;br /&gt;
Die längste Stromschnelle mit circa 23 Kilometern gab es 1988 in '''Norwegen''', ein&lt;br /&gt;
bewegendes Highlight, kaum Zeit zum Fotografieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kann man in Venedig Kanu fahren?==&lt;br /&gt;
Na klar! Es ist schon spannend, durch die etwas stark riechenden Kanäle&lt;br /&gt;
Venedigs zu fahren. Auf jedem Touri-Bild ist man ein Highlight. Natürlich muss&lt;br /&gt;
man auf dem Canale Grande tierisch auf große Schiffe, Wassertaxen und&lt;br /&gt;
Wasserbusse aufpassen. Trotzdem ist es ein einzigartiges Erlebnis. Leider wird&lt;br /&gt;
es immer schwieriger die Boote hinein- und hinauszusetzen, da mittlerweile die&lt;br /&gt;
Polizei die Leute verscheucht. Dennoch riskiert man es. Früher war bekanntlich&lt;br /&gt;
alles schlechter, heute gilt Sicherheit vor Abenteuer, fast überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mit wie vielen Personen kann man auf eine privat organisierte Kanutour fahren?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
63 Personen! Manchmal nehmen Planungen eigenartige Ausmaße an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Tour auf der '''belgischen''' Ourthe hatten sich bereits viele aus der Kanu-&lt;br /&gt;
AG-angemeldet! Und dann wurde es zum Selbstläufer. Bekannte aus Berlin&lt;br /&gt;
kamen spontan mit ihren eigenen Booten angereist. Da viele Kanuten*innen es&lt;br /&gt;
weitererzählten, wurden es immer mehr die mitkommen wollten. Wolfgang&lt;br /&gt;
konnte niemandem absagen, und so wurden es mehr und mehr. Am Ende&lt;br /&gt;
wurde nur noch ein Treffpunkt bekannt gegeben. Kurz vor der Abreise wurde&lt;br /&gt;
Wolfgang in Alt-Wulfen angesprochen wohin es gehen würde, natürlich kamen&lt;br /&gt;
diese Personen auch noch spontan mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Wehmutstropfen : der Ein- sowie der Ausstieg dauerten eine Ewigkeit.&lt;br /&gt;
Wer sich in Geduld übt, wird belohnt durch die Abendsonne am Fluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     ''Fabian Unger, Renate und Wolfgang Hacke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''[[Unsere Kanu-AG und ihr wohlgesonnener Dezernent]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Unger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://gsw-geschichte.de/index.php?title=Datei:Kanu_025.jpg&amp;diff=330</id>
		<title>Datei:Kanu 025.jpg</title>
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		<updated>2023-08-22T21:02:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unger: Ardeche 1983 ?&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Ardeche 1983 ?&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Unger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://gsw-geschichte.de/index.php?title=Datei:Kanu_010.jpg&amp;diff=329</id>
		<title>Datei:Kanu 010.jpg</title>
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		<updated>2023-08-22T21:02:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unger: Ardeche 1983?&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Ardeche 1983?&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Unger</name></author>
	</entry>
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		<title>Datei:Kanu 007.jpg</title>
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		<updated>2023-08-22T21:01:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unger: Ardeche 1983?&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Ardeche 1983?&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Unger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://gsw-geschichte.de/index.php?title=Kann_man_in_Venedig_Kanu_fahren%3F&amp;diff=327</id>
		<title>Kann man in Venedig Kanu fahren?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://gsw-geschichte.de/index.php?title=Kann_man_in_Venedig_Kanu_fahren%3F&amp;diff=327"/>
		<updated>2023-08-22T20:38:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Wie entstand die Kanu-AG?==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1982 kam Wolfgang Hacke in einem privaten Kanuurlaub auf der&lt;br /&gt;
Ardèche (Südfrankreich) die Idee mit Lernenden Kanu zu fahren. Seine Frau&lt;br /&gt;
Renate fuhr damals zum ersten Mal Kanu. Wolfgang hatte Renate für den Fall&lt;br /&gt;
der ihrer ersten Kenterung gesagt: „unbedingt das Brett und das&lt;br /&gt;
Paddel festhalten!“ Wer schon einmal gekentert ist, weiß, dass es nicht so&lt;br /&gt;
einfach ist. Wie sollten bei solchen „Empfehlungen“ die ersten Touren&lt;br /&gt;
aussehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fixe Idee wurde 1983 mit einer Kursfahrt auf der Diemel in die Tat&lt;br /&gt;
umgesetzt. Natürlich gab es damals noch nicht genügend Kanus – eigentlich nur&lt;br /&gt;
ein privates Kanu von Wolfgang und Renate - daher lieh Wolfgang sich alles&lt;br /&gt;
Equipment von überallher zusammen einschließlich improvisierter „dichter“&lt;br /&gt;
Säcke für Kleidung. Nachdem gelungenen Start folgte eine Sommertour auf der&lt;br /&gt;
Ardèche in '''Frankreich'''. Damals wurde noch in kleinen Häusern in einem&lt;br /&gt;
Bungalow-Park übernachtet und ein einziges Küchenteam kochte für alle&lt;br /&gt;
Mitfahrenden. Erst am Morgen wurde überlegt auf welchen Flussabschnitt&lt;br /&gt;
gefahren werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1984 auf der Loire richtig Kanuwandern stattfand und 1985 wieder in&lt;br /&gt;
Häusern übernachtet wurde, entschied sich Wolfgang für das Kanuwandern.&lt;br /&gt;
„Ich war es leid, jeden Tag mit dem Auto (trotz Faible für dieses&lt;br /&gt;
Fortbewegungsmittel) fahren zu müssen!“ Durch das Kanuwandern &amp;lt;u&amp;gt;ohne&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
Begleitauto wurde ab jetzt alles zum Übernachten, Kochen sowie die&lt;br /&gt;
Wechselkleidung mitgenommen. Ebenso müssten die Schülerinnen und Schüler&lt;br /&gt;
jetzt alles selbstständig machen, bei täglich wechselndem Kochteam. Probleme&lt;br /&gt;
gab es gelegentlich, wenn Väter mitfuhren (halber Scherz), weil die ohne&lt;br /&gt;
Ehefrauen kaum pädagogische Korrektur annahmen. Manche meinten sogar,&lt;br /&gt;
sie brauchten sich nicht an Essensbeginnzeiten zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gab es wichtige Einschnitte bei der Kanu-AG?==&lt;br /&gt;
Seit 1985/86 galt die Kanu-AG auf Grundlage einer Vereinbarung mit der&lt;br /&gt;
Bezirksregierung als ein (quasi) Verein. Die AG wurde aus Haftungs- und&lt;br /&gt;
Versicherungssicht wie ein e.V. geführt. Dieses Konstrukt war vor allem für die&lt;br /&gt;
Touren quer durch Europa eine Geste aus der Behörde, die eigentlich für&lt;br /&gt;
bürokratische Absicherung bekannt war bzw. ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So um 1998 kamen Menschen mit Behinderungen aus Villa Keller mit. Die&lt;br /&gt;
Mutter einer Schülerin hatte gefragt, ob wir Personen aus der Villa mitnehmen&lt;br /&gt;
könnten. Besonderer Dank gilt der inzwischen verstorbenen&lt;br /&gt;
Ursulinenschwester Angela Johanna, die der Zusammenarbeit sehr&lt;br /&gt;
aufgeschlossen war. Für die nicht nur mobil eingeschränkten&lt;br /&gt;
Bewohner/Mitfahrer war es schon eine Herausforderung, außer dem Fahren im&lt;br /&gt;
teilweise sehr bewegten Flusswasser sich in unebenem Gelände zwischen den&lt;br /&gt;
Zelten zu bewegen. Später wurde es schwieriger, da nicht jeder Zivi sofort&lt;br /&gt;
erkannte, dass zusätzliche Herausforderungen den Charakter ungemein&lt;br /&gt;
stärkten, machmal auf lange Sicht. Es bestehen weiterhin Kooperationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie war es noch einmal mit dem Festfahren von Autos?==&lt;br /&gt;
1986 war die Kanu-AG in '''Griechenland''' auf dem Pinios (Peneios) unterwegs. Es&lt;br /&gt;
war die erste Wandertour zu Ostern, dies bedeutete viel Regen und eigentlich&lt;br /&gt;
war alles nass. Die Sachen wurden damals zum Trocknen in einer Ziegelei eines&lt;br /&gt;
Bekannten von Manfred Nitschke (anderer abenteuerhungriger Lehrer an der&lt;br /&gt;
GSW, bekannt für seine Wandertouren „Hellas extrem“) aufgehangen.&lt;br /&gt;
Wolfgang konnte es natürlich nicht dabei belassen den Tag in Ruhe ausklingen&lt;br /&gt;
zu lassen. Daher musste wie immer in einer abendlichen Aktion „mal eben“&lt;br /&gt;
nach einer Einstiegsstelle für den nächsten Tag geguckt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ärgerlich (im Nachhinein Erweiterung des Anekdoten-Schatzes), wenn man sich&lt;br /&gt;
dabei am Flussufer im Sand festgefahren hat. Der erste Retter hatte sich&lt;br /&gt;
ebenfalls mit einem kleinen LKW festgefahren. Nach einer gefühlten Ewigkeit&lt;br /&gt;
wurde aus einer kleinen abendlichen Ausfahrt ein abendfüllendes Programm.&lt;br /&gt;
Erst mit einem Caterpillar konnten beide Fahrzeuge vom Flussufer befreit&lt;br /&gt;
werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich Wolfgang mal öfters festgefahren hatte, gibt es noch einiges mehr zu&lt;br /&gt;
berichten. So mussten auf der Suche nach einer Zeltstelle auf einem Feld auch&lt;br /&gt;
mal die Fußmatten gegen den Schlamm helfen oder die Mittelbretter aus den&lt;br /&gt;
Kanus untergelegt werden. Ebenso ist oftmals aktives Schieben der&lt;br /&gt;
Mitfahrenden schwer erwünscht. Geist und Muskeln bilden eine Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wer hat die Routen zur An- und Abreise ausgewählt?==&lt;br /&gt;
Scheinbar keiner! So kann man mit einem semi-neuen VW-Bus mit 70 PS,&lt;br /&gt;
vollbesetzt und mit schwerem Anhänger über den Dolomitenpass nach '''Italien'''&lt;br /&gt;
fahren. Das soll auch heute noch gehen! Natürlich waren wir ein&lt;br /&gt;
Verkehrshindernis hochhundert, hoch sind wir mit 30 Km/h geschlichen und die&lt;br /&gt;
Motorradfahrer waren nicht begeistert. Bergab mussten wir natürlich&lt;br /&gt;
regelmäßig die Bremsen und den Motor am Straßenrand kühlen. Wir halten&lt;br /&gt;
fest: die stark geschlängelte Strecke auf der Karte soll ist die kürzeste Route&lt;br /&gt;
sein, aber nicht für die Kanu-AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Übertreiben bei Bergauf- und Abfahrten wird am Ende auch mit&lt;br /&gt;
Kupplungsbrüchen bestraft. Auf der '''Griechenland'''tour 2007 wurde der Bulli bei&lt;br /&gt;
Monemvasia so stark beansprucht, dass in Griechenland der 1 und 2 Gang nicht&lt;br /&gt;
mehr funktionierte. Der Bulli musste auf der Rückfahrt in Venedig von der&lt;br /&gt;
Fähre geschoben werden und schaffte es nach Zwischenaufenthalt in einer&lt;br /&gt;
italienischen „Künstler“-Werkstatt noch bis nach Bayern. Ab da musste er&lt;br /&gt;
abgeschleppt werden, da die restliche Kupplung den Geist aufgegeben hatte -&lt;br /&gt;
so ist es mit dem Material. Menschen halten bekanntlich mehr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hat wer die Reifen kontrolliert?==&lt;br /&gt;
Auf dem Weg nach '''Frankreich''' 2022 wurden vorher alle Reifen am Anhänger&lt;br /&gt;
aufgepumpt, aber nicht weiter begutachtet. Auf halber Strecke hat ein Reifen&lt;br /&gt;
Luft verloren, eigentlich ein einfaches Problem, was sich mit dem Ersatzreifen&lt;br /&gt;
beheben lässt. Eher problematisch, wenn jemand schon einmal auf die Idee&lt;br /&gt;
gekommen ist, den Reifen zu tauschen. Der Ersatzreifen hatte also auch einen&lt;br /&gt;
Platten. Bei der Begutachtung aller Anhängerreifen, stellten wir den eigentlich&lt;br /&gt;
schlechten Zustand fest. Es half nichts, es mussten an einem Samstag um 7:00&lt;br /&gt;
Uhr morgens 5 neue Reifen her. 4 Reifenhändler und 4 Stunden später, hatte&lt;br /&gt;
die Kanu-AG 5 neue Reifen und konnte die Fahrt fortsetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie konnte der Anhänger nur umkippen?==&lt;br /&gt;
Selten kam es vor, dass Anhänger umgekippt sind. Die Gründe sind relativ&lt;br /&gt;
einfach: Ein übersehender Stein, wo der Anhänger hängen bleibt oder ein&lt;br /&gt;
ungünstiger Kurvenradius an einem Graben. Es hilft nichts, der Anhänger muss&lt;br /&gt;
abgeladen, aufgerichtet und neu beladen werden. Ach so! Die Brückenhöhe&lt;br /&gt;
sollte kontrolliert werden, so kann es sein, dass man mit dem Anhänger an der&lt;br /&gt;
Brücke hängen bleibt. Zum Glück haben der Anhänger und die Brücke es&lt;br /&gt;
unbeschadet überstanden. Ebenso wurde die Höhe der Brücke auch schon&lt;br /&gt;
einmal nur knapp unterschätzt und für ein paar Zentimeter wurde Luft auf den&lt;br /&gt;
Reifen gelassen – was man halt so tut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einreise verboten?!==&lt;br /&gt;
Bei der Einreise nach '''Portugal''' sollte Wolfgang sein Diplom für die Einreise&lt;br /&gt;
vorzeigen. Die Grenzpolizei konnte nicht glauben, dass ein Mann mit Latzhose&lt;br /&gt;
und Bart ein Lehrer sei (aus südeuropäischer Perspektive ein wenig&lt;br /&gt;
verständlich), welcher auch noch eine Jugendgruppe leiten könne. Ein Lehrer&lt;br /&gt;
müsse Anzug und Krawatte tragen. Richtig, sagte Wolfgang schon damals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Kroatien''' ist es uns schon mehrmals gelungen eine größere Gepäckkontrolle&lt;br /&gt;
zu umgehen. Zum einem ist es die schiere Masse an Gepäck, welche wir in den&lt;br /&gt;
zwei Anhänger transportieren. Zum anderen ist vor allem der Gepäckanhänger&lt;br /&gt;
so schlecht gepackt, dass der Grenzpolizei regelmäßig die Sachen&lt;br /&gt;
entgegenkommen oder sie vor eine Wand aus Reisetaschen schauen. Scheinbar&lt;br /&gt;
wirkt dies abschreckend genug. So gelang es auch vor der Wende, Schüler&lt;br /&gt;
(vereinzelt) unter einer Decke zu transportieren, wenn Mutter den Ausweis&lt;br /&gt;
nicht mitgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie kann man nur Boote verlieren?==&lt;br /&gt;
Die Boote anbinden oder an einen höheren Platz ziehen lohnt sich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der langjährigen Geschichte der Kanu-AG ist leider auch das ein oder andere&lt;br /&gt;
Boot abhandengekommen. So wurden in '''Portugal''' die Boote zwar etwas höher&lt;br /&gt;
gezogen, aber durch Regenfälle im Oberlauf wurde mehr Wasser im Stausee&lt;br /&gt;
abgelassen und die Boote wurden mitgerissen. Was folgte ist typisch Kanu-AG&lt;br /&gt;
Gesamtschule Wulfen: Es wurde davon in der Zeitung berichtet und mit ein&lt;br /&gt;
wenig Hilfe konnten wenigstens ein paar Boote mit Unterstützung der&lt;br /&gt;
portugiesischen Grenzpolizei gefunden werden. Einige blieben auch&lt;br /&gt;
verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Griechenland''' brauchte man 1986 für die Ein- und Ausfuhr der Boote&lt;br /&gt;
Dokumente. Problematisch wird es, wenn die Anzahl der Boote, die ausgeführt&lt;br /&gt;
werden, nicht mit der Anzahl der Boote übereinstimmt, die auf dem Anhänger&lt;br /&gt;
sind. In Griechenland war ein Boot „abgesoffen“ und somit hatten wir ein Boot&lt;br /&gt;
zu wenig. Manfred Nitschke sollte sich darum kümmern, dass die Polizei dies&lt;br /&gt;
bestätigt, damit es keine Probleme bei der Ausreise gab. Da die Polizeiwache&lt;br /&gt;
noch geschlossen war, spielte Manfred mit seiner Gitarre griechische Lieder vor&lt;br /&gt;
der Polizeiwache und wurde so zum Highlight der Bewohner. Später&lt;br /&gt;
bescheinigte der Polizeichef das Fehlen des einen Bootes. An der Grenze stellte&lt;br /&gt;
sich aber heraus, dass ein Boot zu wenig bei der Einreise eingetragen wurde.&lt;br /&gt;
Zum Glück merkten es die Grenzer nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch 2021 in '''Österreich''' an der Drau wären die Boote fast weggeschwommen.&lt;br /&gt;
Die Boote wurden auf eine höher gelegene Kiesbank gezogen und „natürlich“&lt;br /&gt;
nicht festgemacht. Da es im Oberlauf der Drau stark regnete, stieg der Pegel&lt;br /&gt;
der Drau um einen halben Meter an. Nur durch Zufall wurde dies bemerkt und&lt;br /&gt;
die Boote drei Meter höher gebracht. Am Ende genau die richtige&lt;br /&gt;
Entscheidung, sonst wären die Boote wie in Portugal abhandengekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wo war noch einmal der Supermarkt?==&lt;br /&gt;
Eine kurze Anmerkung vorweg: Wo der nächste Supermarkt ist, lässt sich heute&lt;br /&gt;
mit Handy und Co. gut herausfinden, ebenso gibt es die großen Discountketten&lt;br /&gt;
auch im Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist es nicht immer so einfach und manchmal ist der nächste&lt;br /&gt;
Supermarkt weiter weg vom Fluss als man denkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann es vor allem im osteuropäischen Ausland sowie Spanien, Portugal und&lt;br /&gt;
Griechenland passieren, dass man auf gut Glück losläuft, da man von&lt;br /&gt;
Einheimischen gehört habe, dass dort später der Brotwagen an der fünften&lt;br /&gt;
Kreuzung links in dem Ort um 12:10 Uhr anhält (stimmt nur bedingt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam es auch schon mal vor, dass man wegen zu wenig vorhandenem Essen in&lt;br /&gt;
ein Dorf zum Bäcker geht und diesen gefühlt leer kauft. Damals in Portugal&lt;br /&gt;
hatte der Bäcker leider nur morgens offen und sonst war in dem Dorf eher&lt;br /&gt;
wenig los. Renate berichtete den wenigen Menschen in dem Dorf über die&lt;br /&gt;
Kanu-AG und dass sie was zu essen bräuchten. Eine Frau brachte ein halbes&lt;br /&gt;
Brot und dies hatten dann mehrere aus dem Dorf getan. Es wurde so viel&lt;br /&gt;
gegeben, dass alle gut auskamen. Das biblische Gleichnis korrespondierte mit&lt;br /&gt;
der Realität, die von den Dorfbewohnerinnen geschaffen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanterweise trifft die Kanu-AG immer wieder auf Gastfreundschaft.&lt;br /&gt;
So wurden wir oftmals mitgenommen, durften bei Bauern auf Wiesen&lt;br /&gt;
und in Scheunen übernachten oder unsere Einkäufe wurden mehrere Kilometer&lt;br /&gt;
zum Fluss zurückgebracht. Ebenso ist die Gastfreundschaft vor allem beim&lt;br /&gt;
Wasserholen zu merken. Wenn man sich teilweise mit Händen und Füßen&lt;br /&gt;
verständigen muss, damit man endlich wieder Frischwasser bekommt. Naja –&lt;br /&gt;
ein Akt der Völkerverständigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gab es Antiaktionen oder Heldentaten?==&lt;br /&gt;
Antiaktionen sind Sachen die unnötigerweise erledigt wurden, um sie danach&lt;br /&gt;
zu verbessern. Unnötig ist eigentlich nicht ganz das richtige Wort, da die&lt;br /&gt;
Aktionen ja einen Sinn ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hatte Thorsten Block nach dem Aufbau der Zelte ein Plateau entdeckt von&lt;br /&gt;
dem die Aussicht deutlich besser war. So wurden alle Sachen abgebaut und&lt;br /&gt;
nach oben getragen um eine bessere Aussicht genießen zu können. Genialer&lt;br /&gt;
Einfall, wat?!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wurden und werden regelmäßig die Boote nach dem Rausziehen&lt;br /&gt;
zunächst hingelegt und später doch noch nach Farbe sortiert.&lt;br /&gt;
An der Diemel wurde einmal ein Autoschlüssel versenkt, da dieser oben in der&lt;br /&gt;
Tonne lag. Natürlich brachte ein Vater aus Dorsten den 2. Schlüssel zur&lt;br /&gt;
Ausstiegsstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie ist das mit den vergessenen Sachen?==&lt;br /&gt;
Natürlich vergessen wir auch schon einmal Sachen. Die vergessenen Paddel,&lt;br /&gt;
deren Fehlen kurz vor der Autobahnauffahrt auffallen sind dabei das geringste&lt;br /&gt;
Übel. Aber wenn man kurz vor Paderborn an der Lippe keine Jurtenstangen hat,&lt;br /&gt;
wird es schwierig. So mussten zwei Personen nochmal 4 Stunden hin und her&lt;br /&gt;
fahren, damit in der Jurte geschlafen werden konnte. Leider war es kein&lt;br /&gt;
Wetter (nach Ansicht der verweichlichten Mehrheit) zum draußen Schlafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was war die längste Stromschnelle?==&lt;br /&gt;
Die längste Stromschnelle mit circa 23 Kilometern gab es 1988 in '''Norwegen''', ein&lt;br /&gt;
bewegendes Highlight, kaum Zeit zum Fotografieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kann man in Venedig Kanu fahren?==&lt;br /&gt;
Na klar! Es ist schon spannend, durch die etwas stark riechenden Kanäle&lt;br /&gt;
Venedigs zu fahren. Auf jedem Touri-Bild ist man ein Highlight. Natürlich muss&lt;br /&gt;
man auf dem Canale Grande tierisch auf große Schiffe, Wassertaxen und&lt;br /&gt;
Wasserbusse aufpassen. Trotzdem ist es ein einzigartiges Erlebnis. Leider wird&lt;br /&gt;
es immer schwieriger die Boote hinein- und hinauszusetzen, da mittlerweile die&lt;br /&gt;
Polizei die Leute verscheucht. Dennoch riskiert man es. Früher war bekanntlich&lt;br /&gt;
alles schlechter, heute gilt Sicherheit vor Abenteuer, fast überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mit wie vielen Personen kann man auf eine privat organisierte Kanutour fahren?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
63 Personen! Manchmal nehmen Planungen eigenartige Ausmaße an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Tour auf der '''belgischen''' Ourthe hatten sich bereits viele aus der Kanu-&lt;br /&gt;
AG-angemeldet! Und dann wurde es zum Selbstläufer. Bekannte aus Berlin&lt;br /&gt;
kamen spontan mit ihren eigenen Booten angereist. Da viele Kanuten*innen es&lt;br /&gt;
weitererzählten, wurden es immer mehr die mitkommen wollten. Wolfgang&lt;br /&gt;
konnte niemandem absagen, und so wurden es mehr und mehr. Am Ende&lt;br /&gt;
wurde nur noch ein Treffpunkt bekannt gegeben. Kurz vor der Abreise wurde&lt;br /&gt;
Wolfgang in Alt-Wulfen angesprochen wohin es gehen würde, natürlich kamen&lt;br /&gt;
diese Personen auch noch spontan mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Wehmutstropfen : der Ein- sowie der Ausstieg dauerten eine Ewigkeit.&lt;br /&gt;
Wer sich in Geduld übt, wird belohnt durch die Abendsonne am Fluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
     ''Fabian Unger, Renate und Wolfgang Hacke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''[[Unsere Kanu-AG und ihr wohlgesonnener Dezernent]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Unger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://gsw-geschichte.de/index.php?title=Kann_man_in_Venedig_Kanu_fahren%3F&amp;diff=326</id>
		<title>Kann man in Venedig Kanu fahren?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://gsw-geschichte.de/index.php?title=Kann_man_in_Venedig_Kanu_fahren%3F&amp;diff=326"/>
		<updated>2023-08-22T20:37:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unger: +Link&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Wie entstand die Kanu-AG?==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1982 kam Wolfgang Hacke in einem privaten Kanuurlaub auf der&lt;br /&gt;
Ardèche (Südfrankreich) die Idee mit Lernenden Kanu zu fahren. Seine Frau&lt;br /&gt;
Renate fuhr damals zum ersten Mal Kanu. Wolfgang hatte Renate für den Fall&lt;br /&gt;
der ihrer ersten Kenterung gesagt: „unbedingt das Brett und das&lt;br /&gt;
Paddel festhalten!“ Wer schon einmal gekentert ist, weiß, dass es nicht so&lt;br /&gt;
einfach ist. Wie sollten bei solchen „Empfehlungen“ die ersten Touren&lt;br /&gt;
aussehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fixe Idee wurde 1983 mit einer Kursfahrt auf der Diemel in die Tat&lt;br /&gt;
umgesetzt. Natürlich gab es damals noch nicht genügend Kanus – eigentlich nur&lt;br /&gt;
ein privates Kanu von Wolfgang und Renate - daher lieh Wolfgang sich alles&lt;br /&gt;
Equipment von überallher zusammen einschließlich improvisierter „dichter“&lt;br /&gt;
Säcke für Kleidung. Nachdem gelungenen Start folgte eine Sommertour auf der&lt;br /&gt;
Ardèche in '''Frankreich'''. Damals wurde noch in kleinen Häusern in einem&lt;br /&gt;
Bungalow-Park übernachtet und ein einziges Küchenteam kochte für alle&lt;br /&gt;
Mitfahrenden. Erst am Morgen wurde überlegt auf welchen Flussabschnitt&lt;br /&gt;
gefahren werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1984 auf der Loire richtig Kanuwandern stattfand und 1985 wieder in&lt;br /&gt;
Häusern übernachtet wurde, entschied sich Wolfgang für das Kanuwandern.&lt;br /&gt;
„Ich war es leid, jeden Tag mit dem Auto (trotz Faible für dieses&lt;br /&gt;
Fortbewegungsmittel) fahren zu müssen!“ Durch das Kanuwandern &amp;lt;u&amp;gt;ohne&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
Begleitauto wurde ab jetzt alles zum Übernachten, Kochen sowie die&lt;br /&gt;
Wechselkleidung mitgenommen. Ebenso müssten die Schülerinnen und Schüler&lt;br /&gt;
jetzt alles selbstständig machen, bei täglich wechselndem Kochteam. Probleme&lt;br /&gt;
gab es gelegentlich, wenn Väter mitfuhren (halber Scherz), weil die ohne&lt;br /&gt;
Ehefrauen kaum pädagogische Korrektur annahmen. Manche meinten sogar,&lt;br /&gt;
sie brauchten sich nicht an Essensbeginnzeiten zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gab es wichtige Einschnitte bei der Kanu-AG?==&lt;br /&gt;
Seit 1985/86 galt die Kanu-AG auf Grundlage einer Vereinbarung mit der&lt;br /&gt;
Bezirksregierung als ein (quasi) Verein. Die AG wurde aus Haftungs- und&lt;br /&gt;
Versicherungssicht wie ein e.V. geführt. Dieses Konstrukt war vor allem für die&lt;br /&gt;
Touren quer durch Europa eine Geste aus der Behörde, die eigentlich für&lt;br /&gt;
bürokratische Absicherung bekannt war bzw. ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So um 1998 kamen Menschen mit Behinderungen aus Villa Keller mit. Die&lt;br /&gt;
Mutter einer Schülerin hatte gefragt, ob wir Personen aus der Villa mitnehmen&lt;br /&gt;
könnten. Besonderer Dank gilt der inzwischen verstorbenen&lt;br /&gt;
Ursulinenschwester Angela Johanna, die der Zusammenarbeit sehr&lt;br /&gt;
aufgeschlossen war. Für die nicht nur mobil eingeschränkten&lt;br /&gt;
Bewohner/Mitfahrer war es schon eine Herausforderung, außer dem Fahren im&lt;br /&gt;
teilweise sehr bewegten Flusswasser sich in unebenem Gelände zwischen den&lt;br /&gt;
Zelten zu bewegen. Später wurde es schwieriger, da nicht jeder Zivi sofort&lt;br /&gt;
erkannte, dass zusätzliche Herausforderungen den Charakter ungemein&lt;br /&gt;
stärkten, machmal auf lange Sicht. Es bestehen weiterhin Kooperationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie war es noch einmal mit dem Festfahren von Autos?==&lt;br /&gt;
1986 war die Kanu-AG in '''Griechenland''' auf dem Pinios (Peneios) unterwegs. Es&lt;br /&gt;
war die erste Wandertour zu Ostern, dies bedeutete viel Regen und eigentlich&lt;br /&gt;
war alles nass. Die Sachen wurden damals zum Trocknen in einer Ziegelei eines&lt;br /&gt;
Bekannten von Manfred Nitschke (anderer abenteuerhungriger Lehrer an der&lt;br /&gt;
GSW, bekannt für seine Wandertouren „Hellas extrem“) aufgehangen.&lt;br /&gt;
Wolfgang konnte es natürlich nicht dabei belassen den Tag in Ruhe ausklingen&lt;br /&gt;
zu lassen. Daher musste wie immer in einer abendlichen Aktion „mal eben“&lt;br /&gt;
nach einer Einstiegsstelle für den nächsten Tag geguckt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ärgerlich (im Nachhinein Erweiterung des Anekdoten-Schatzes), wenn man sich&lt;br /&gt;
dabei am Flussufer im Sand festgefahren hat. Der erste Retter hatte sich&lt;br /&gt;
ebenfalls mit einem kleinen LKW festgefahren. Nach einer gefühlten Ewigkeit&lt;br /&gt;
wurde aus einer kleinen abendlichen Ausfahrt ein abendfüllendes Programm.&lt;br /&gt;
Erst mit einem Caterpillar konnten beide Fahrzeuge vom Flussufer befreit&lt;br /&gt;
werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich Wolfgang mal öfters festgefahren hatte, gibt es noch einiges mehr zu&lt;br /&gt;
berichten. So mussten auf der Suche nach einer Zeltstelle auf einem Feld auch&lt;br /&gt;
mal die Fußmatten gegen den Schlamm helfen oder die Mittelbretter aus den&lt;br /&gt;
Kanus untergelegt werden. Ebenso ist oftmals aktives Schieben der&lt;br /&gt;
Mitfahrenden schwer erwünscht. Geist und Muskeln bilden eine Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wer hat die Routen zur An- und Abreise ausgewählt?==&lt;br /&gt;
Scheinbar keiner! So kann man mit einem semi-neuen VW-Bus mit 70 PS,&lt;br /&gt;
vollbesetzt und mit schwerem Anhänger über den Dolomitenpass nach '''Italien'''&lt;br /&gt;
fahren. Das soll auch heute noch gehen! Natürlich waren wir ein&lt;br /&gt;
Verkehrshindernis hochhundert, hoch sind wir mit 30 Km/h geschlichen und die&lt;br /&gt;
Motorradfahrer waren nicht begeistert. Bergab mussten wir natürlich&lt;br /&gt;
regelmäßig die Bremsen und den Motor am Straßenrand kühlen. Wir halten&lt;br /&gt;
fest: die stark geschlängelte Strecke auf der Karte soll ist die kürzeste Route&lt;br /&gt;
sein, aber nicht für die Kanu-AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Übertreiben bei Bergauf- und Abfahrten wird am Ende auch mit&lt;br /&gt;
Kupplungsbrüchen bestraft. Auf der '''Griechenland'''tour 2007 wurde der Bulli bei&lt;br /&gt;
Monemvasia so stark beansprucht, dass in Griechenland der 1 und 2 Gang nicht&lt;br /&gt;
mehr funktionierte. Der Bulli musste auf der Rückfahrt in Venedig von der&lt;br /&gt;
Fähre geschoben werden und schaffte es nach Zwischenaufenthalt in einer&lt;br /&gt;
italienischen „Künstler“-Werkstatt noch bis nach Bayern. Ab da musste er&lt;br /&gt;
abgeschleppt werden, da die restliche Kupplung den Geist aufgegeben hatte -&lt;br /&gt;
so ist es mit dem Material. Menschen halten bekanntlich mehr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hat wer die Reifen kontrolliert?==&lt;br /&gt;
Auf dem Weg nach '''Frankreich''' 2022 wurden vorher alle Reifen am Anhänger&lt;br /&gt;
aufgepumpt, aber nicht weiter begutachtet. Auf halber Strecke hat ein Reifen&lt;br /&gt;
Luft verloren, eigentlich ein einfaches Problem, was sich mit dem Ersatzreifen&lt;br /&gt;
beheben lässt. Eher problematisch, wenn jemand schon einmal auf die Idee&lt;br /&gt;
gekommen ist, den Reifen zu tauschen. Der Ersatzreifen hatte also auch einen&lt;br /&gt;
Platten. Bei der Begutachtung aller Anhängerreifen, stellten wir den eigentlich&lt;br /&gt;
schlechten Zustand fest. Es half nichts, es mussten an einem Samstag um 7:00&lt;br /&gt;
Uhr morgens 5 neue Reifen her. 4 Reifenhändler und 4 Stunden später, hatte&lt;br /&gt;
die Kanu-AG 5 neue Reifen und konnte die Fahrt fortsetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie konnte der Anhänger nur umkippen?==&lt;br /&gt;
Selten kam es vor, dass Anhänger umgekippt sind. Die Gründe sind relativ&lt;br /&gt;
einfach: Ein übersehender Stein, wo der Anhänger hängen bleibt oder ein&lt;br /&gt;
ungünstiger Kurvenradius an einem Graben. Es hilft nichts, der Anhänger muss&lt;br /&gt;
abgeladen, aufgerichtet und neu beladen werden. Ach so! Die Brückenhöhe&lt;br /&gt;
sollte kontrolliert werden, so kann es sein, dass man mit dem Anhänger an der&lt;br /&gt;
Brücke hängen bleibt. Zum Glück haben der Anhänger und die Brücke es&lt;br /&gt;
unbeschadet überstanden. Ebenso wurde die Höhe der Brücke auch schon&lt;br /&gt;
einmal nur knapp unterschätzt und für ein paar Zentimeter wurde Luft auf den&lt;br /&gt;
Reifen gelassen – was man halt so tut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einreise verboten?!==&lt;br /&gt;
Bei der Einreise nach '''Portugal''' sollte Wolfgang sein Diplom für die Einreise&lt;br /&gt;
vorzeigen. Die Grenzpolizei konnte nicht glauben, dass ein Mann mit Latzhose&lt;br /&gt;
und Bart ein Lehrer sei (aus südeuropäischer Perspektive ein wenig&lt;br /&gt;
verständlich), welcher auch noch eine Jugendgruppe leiten könne. Ein Lehrer&lt;br /&gt;
müsse Anzug und Krawatte tragen. Richtig, sagte Wolfgang schon damals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Kroatien''' ist es uns schon mehrmals gelungen eine größere Gepäckkontrolle&lt;br /&gt;
zu umgehen. Zum einem ist es die schiere Masse an Gepäck, welche wir in den&lt;br /&gt;
zwei Anhänger transportieren. Zum anderen ist vor allem der Gepäckanhänger&lt;br /&gt;
so schlecht gepackt, dass der Grenzpolizei regelmäßig die Sachen&lt;br /&gt;
entgegenkommen oder sie vor eine Wand aus Reisetaschen schauen. Scheinbar&lt;br /&gt;
wirkt dies abschreckend genug. So gelang es auch vor der Wende, Schüler&lt;br /&gt;
(vereinzelt) unter einer Decke zu transportieren, wenn Mutter den Ausweis&lt;br /&gt;
nicht mitgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie kann man nur Boote verlieren?==&lt;br /&gt;
Die Boote anbinden oder an einen höheren Platz ziehen lohnt sich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der langjährigen Geschichte der Kanu-AG ist leider auch das ein oder andere&lt;br /&gt;
Boot abhandengekommen. So wurden in '''Portugal''' die Boote zwar etwas höher&lt;br /&gt;
gezogen, aber durch Regenfälle im Oberlauf wurde mehr Wasser im Stausee&lt;br /&gt;
abgelassen und die Boote wurden mitgerissen. Was folgte ist typisch Kanu-AG&lt;br /&gt;
Gesamtschule Wulfen: Es wurde davon in der Zeitung berichtet und mit ein&lt;br /&gt;
wenig Hilfe konnten wenigstens ein paar Boote mit Unterstützung der&lt;br /&gt;
portugiesischen Grenzpolizei gefunden werden. Einige blieben auch&lt;br /&gt;
verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Griechenland''' brauchte man 1986 für die Ein- und Ausfuhr der Boote&lt;br /&gt;
Dokumente. Problematisch wird es, wenn die Anzahl der Boote, die ausgeführt&lt;br /&gt;
werden, nicht mit der Anzahl der Boote übereinstimmt, die auf dem Anhänger&lt;br /&gt;
sind. In Griechenland war ein Boot „abgesoffen“ und somit hatten wir ein Boot&lt;br /&gt;
zu wenig. Manfred Nitschke sollte sich darum kümmern, dass die Polizei dies&lt;br /&gt;
bestätigt, damit es keine Probleme bei der Ausreise gab. Da die Polizeiwache&lt;br /&gt;
noch geschlossen war, spielte Manfred mit seiner Gitarre griechische Lieder vor&lt;br /&gt;
der Polizeiwache und wurde so zum Highlight der Bewohner. Später&lt;br /&gt;
bescheinigte der Polizeichef das Fehlen des einen Bootes. An der Grenze stellte&lt;br /&gt;
sich aber heraus, dass ein Boot zu wenig bei der Einreise eingetragen wurde.&lt;br /&gt;
Zum Glück merkten es die Grenzer nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch 2021 in '''Österreich''' an der Drau wären die Boote fast weggeschwommen.&lt;br /&gt;
Die Boote wurden auf eine höher gelegene Kiesbank gezogen und „natürlich“&lt;br /&gt;
nicht festgemacht. Da es im Oberlauf der Drau stark regnete, stieg der Pegel&lt;br /&gt;
der Drau um einen halben Meter an. Nur durch Zufall wurde dies bemerkt und&lt;br /&gt;
die Boote drei Meter höher gebracht. Am Ende genau die richtige&lt;br /&gt;
Entscheidung, sonst wären die Boote wie in Portugal abhandengekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wo war noch einmal der Supermarkt?==&lt;br /&gt;
Eine kurze Anmerkung vorweg: Wo der nächste Supermarkt ist, lässt sich heute&lt;br /&gt;
mit Handy und Co. gut herausfinden, ebenso gibt es die großen Discountketten&lt;br /&gt;
auch im Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist es nicht immer so einfach und manchmal ist der nächste&lt;br /&gt;
Supermarkt weiter weg vom Fluss als man denkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann es vor allem im osteuropäischen Ausland sowie Spanien, Portugal und&lt;br /&gt;
Griechenland passieren, dass man auf gut Glück losläuft, da man von&lt;br /&gt;
Einheimischen gehört habe, dass dort später der Brotwagen an der fünften&lt;br /&gt;
Kreuzung links in dem Ort um 12:10 Uhr anhält (stimmt nur bedingt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam es auch schon mal vor, dass man wegen zu wenig vorhandenem Essen in&lt;br /&gt;
ein Dorf zum Bäcker geht und diesen gefühlt leer kauft. Damals in Portugal&lt;br /&gt;
hatte der Bäcker leider nur morgens offen und sonst war in dem Dorf eher&lt;br /&gt;
wenig los. Renate berichtete den wenigen Menschen in dem Dorf über die&lt;br /&gt;
Kanu-AG und dass sie was zu essen bräuchten. Eine Frau brachte ein halbes&lt;br /&gt;
Brot und dies hatten dann mehrere aus dem Dorf getan. Es wurde so viel&lt;br /&gt;
gegeben, dass alle gut auskamen. Das biblische Gleichnis korrespondierte mit&lt;br /&gt;
der Realität, die von den Dorfbewohnerinnen geschaffen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanterweise trifft die Kanu-AG immer wieder auf Gastfreundschaft.&lt;br /&gt;
So wurden wir oftmals mitgenommen, durften bei Bauern auf Wiesen&lt;br /&gt;
und in Scheunen übernachten oder unsere Einkäufe wurden mehrere Kilometer&lt;br /&gt;
zum Fluss zurückgebracht. Ebenso ist die Gastfreundschaft vor allem beim&lt;br /&gt;
Wasserholen zu merken. Wenn man sich teilweise mit Händen und Füßen&lt;br /&gt;
verständigen muss, damit man endlich wieder Frischwasser bekommt. Naja –&lt;br /&gt;
ein Akt der Völkerverständigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gab es Antiaktionen oder Heldentaten?==&lt;br /&gt;
Antiaktionen sind Sachen die unnötigerweise erledigt wurden, um sie danach&lt;br /&gt;
zu verbessern. Unnötig ist eigentlich nicht ganz das richtige Wort, da die&lt;br /&gt;
Aktionen ja einen Sinn ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hatte Thorsten Block nach dem Aufbau der Zelte ein Plateau entdeckt von&lt;br /&gt;
dem die Aussicht deutlich besser war. So wurden alle Sachen abgebaut und&lt;br /&gt;
nach oben getragen um eine bessere Aussicht genießen zu können. Genialer&lt;br /&gt;
Einfall, wat?!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wurden und werden regelmäßig die Boote nach dem Rausziehen&lt;br /&gt;
zunächst hingelegt und später doch noch nach Farbe sortiert.&lt;br /&gt;
An der Diemel wurde einmal ein Autoschlüssel versenkt, da dieser oben in der&lt;br /&gt;
Tonne lag. Natürlich brachte ein Vater aus Dorsten den 2. Schlüssel zur&lt;br /&gt;
Ausstiegsstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie ist das mit den vergessenen Sachen?==&lt;br /&gt;
Natürlich vergessen wir auch schon einmal Sachen. Die vergessenen Paddel,&lt;br /&gt;
deren Fehlen kurz vor der Autobahnauffahrt auffallen sind dabei das geringste&lt;br /&gt;
Übel. Aber wenn man kurz vor Paderborn an der Lippe keine Jurtenstangen hat,&lt;br /&gt;
wird es schwierig. So mussten zwei Personen nochmal 4 Stunden hin und her&lt;br /&gt;
fahren, damit in der Jurte geschlafen werden konnte. Leider war es kein&lt;br /&gt;
Wetter (nach Ansicht der verweichlichten Mehrheit) zum draußen Schlafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was war die längste Stromschnelle?==&lt;br /&gt;
Die längste Stromschnelle mit circa 23 Kilometern gab es 1988 in '''Norwegen''', ein&lt;br /&gt;
bewegendes Highlight, kaum Zeit zum Fotografieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kann man in Venedig Kanu fahren?==&lt;br /&gt;
Na klar! Es ist schon spannend, durch die etwas stark riechenden Kanäle&lt;br /&gt;
Venedigs zu fahren. Auf jedem Touri-Bild ist man ein Highlight. Natürlich muss&lt;br /&gt;
man auf dem Canale Grande tierisch auf große Schiffe, Wassertaxen und&lt;br /&gt;
Wasserbusse aufpassen. Trotzdem ist es ein einzigartiges Erlebnis. Leider wird&lt;br /&gt;
es immer schwieriger die Boote hinein- und hinauszusetzen, da mittlerweile die&lt;br /&gt;
Polizei die Leute verscheucht. Dennoch riskiert man es. Früher war bekanntlich&lt;br /&gt;
alles schlechter, heute gilt Sicherheit vor Abenteuer, fast überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mit wie vielen Personen kann man auf eine privat organisierte Kanutour fahren?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
63 Personen! Manchmal nehmen Planungen eigenartige Ausmaße an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Tour auf der '''belgischen''' Ourthe hatten sich bereits viele aus der Kanu-&lt;br /&gt;
AG-angemeldet! Und dann wurde es zum Selbstläufer. Bekannte aus Berlin&lt;br /&gt;
kamen spontan mit ihren eigenen Booten angereist. Da viele Kanuten*innen es&lt;br /&gt;
weitererzählten, wurden es immer mehr die mitkommen wollten. Wolfgang&lt;br /&gt;
konnte niemandem absagen, und so wurden es mehr und mehr. Am Ende&lt;br /&gt;
wurde nur noch ein Treffpunkt bekannt gegeben. Kurz vor der Abreise wurde&lt;br /&gt;
Wolfgang in Alt-Wulfen angesprochen wohin es gehen würde, natürlich kamen&lt;br /&gt;
diese Personen auch noch spontan mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Wehmutstropfen : der Ein- sowie der Ausstieg dauerten eine Ewigkeit.&lt;br /&gt;
Wer sich in Geduld übt, wird belohnt durch die Abendsonne am Fluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fabian Unger, Renate und Wolfgang Hacke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''[[Unsere Kanu-AG und ihr wohlgesonnener Dezernent]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Unger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://gsw-geschichte.de/index.php?title=Unsere_Kanu-AG_und_ihr_wohlgesonnener_Dezernent&amp;diff=325</id>
		<title>Unsere Kanu-AG und ihr wohlgesonnener Dezernent</title>
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		<updated>2023-08-22T20:37:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unger: +Link&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Unsere Kanu-AG hatte jeweils im Frühjahr, wenn die Kanufahrten beginnen konnten, ein großes Problem: Für jede ihrer Touren benötigte sie die behördliche Genehmigung aus Münster für die Reise, aber auch dafür, dass der Transport der Kanus und der Teilnehmer/Innen bis zum Startort und zurück in Privat-PKWs erfolgen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kanufahrten sind vom Wetter abhängig, auch wenn die Teilnehmer/Innen, einschließlich der sie begleitenden Lehrpersonen, sicherlich nicht aus Zucker waren. Wenn man absehen konnte, dass das Wetter, etwa für eine Wochenendtour, stabil war, und man erst dann den Antrag an die Behörde stellte, wäre die Genehmigung nicht zeitig genug zurückgekommen, zumal auch längere Fahrten ins Ausland, z.B. nach Polen und Tschechien, geplant waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser damaliger Dezernent in Münster stand den Aktionen unserer Kanu-AG  sehr offen gegenüber. Er sah die Probleme und war auch nicht abgeneigt, unkonventionelle Lösungen in seine Überlegungen einzubeziehen. Nach längeren Unterredungen zwischen ihm, Wolfgang Hacke, dem Leiter unserer Kanu-AG, und mir war er letztlich bereit, eine generelle Genehmigung für eine ganze Kanu-Saison auszusprechen. Erlebnisreiche Touren nach Polen auf dem Dunajec und nach Tschechien auf der Moldau (beide Touren noch vor der Wende 1989!) sind den Teilnehmer/Innen noch heute in bester Erinnerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einiger Zeit hörte ein Gymnasialkollege, auch ein begeisterter Kanute, von dieser für uns so günstigen, großzügigen und vernünftigen Genehmigungspraxis unseres Dezernenten. Er sprach seinen zuständigen Dezernenten darauf an - und was geschah? Unserem Dezernenten wurde untersagt, noch einmal eine solche Saisongenehmigung auszustellen. Ihm wurde angedroht, dass er, falls es zu einem Schadensfall oder Unfall komme, für alle Kosten aufkommen müsse. Unserem Dezernenten blieb nichts anderes übrig, als zu gehorchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende vom Lied? Es fanden dennoch weitere Kanufahrten statt. Wolfgang Hacke hat das „irgendwie“ gedeichselt; wir wollen nicht weiter nachfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später gab es dann eine Vereinbarung zwischen dem Kanuverband und dem Kultusministerium, die die Genehmigungsverfahren vereinfachten. Dadurch war es   sogar möglich, dass auch Schüler/Innen mit Behinderungen, u.a.aus unseren I-Klassen, an den Kanufahrten teilnehmen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzlichen Dank an unseren verständnisvollen, leider längst verstorbenen Dezernenten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Wolfgang Tripptrap&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''[[Kann man in Venedig Kanu fahren?]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Unger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://gsw-geschichte.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=324</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://gsw-geschichte.de/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=324"/>
		<updated>2023-08-22T20:35:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unger: /* Zuletzt hinzugekommen */ Kann man in Venedig Kanu fahren?&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:GSWgrundstein.jpg|thumb|400px|Ende 2006 wurde bei Arbeiten für einen behindertengerechten Aufzug die Urkunde zur Grundsteinlegung 1974 wieder entdeckt, die nach nur 32 Jahren schon antik aussah. Links unten das Wappen des Amtes Hervest-Dorsten, da zu diesem Zeitpunkt der Wulfen noch nicht zur Stadt Dorsten gehörte. Rechts oben stand das Wappen der Gemeinde Wulfen. (vergrößerbar) ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GSW Grundstein.jpg|thumb|400px|Eingang vom Schulhof  ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GSW Leitsystem.jpg|thumb|400px|Seit 1976 unverändert! (Obwohl es schon lange kein Sprachlabor mehr gibt)   ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GSW.jpg|framed|   ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ein Beitrag von Ehemaligen zum 50. Geburtstag der Gesamtschule Wulfen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2023 feiert die Gesamtschule ihr 50jähriges Jubiläum, da am 30.7.1973 die ersten Schüler eingeschult wurden. Als Geschenk an die Schulgemeinde tragen (ehemalige) Lehrer und Lehrerinnen ihr Wissen über die Geschichte der Schule und interessante Erlebnisse in dieser Datenbank zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zuletzt hinzugekommen==&lt;br /&gt;
*'''[[Kann man in Venedig Kanu fahren?]]&lt;br /&gt;
*'''[[Unsere Kanu-AG und ihr wohlgesonnener Dezernent]]&lt;br /&gt;
*'''[[Wo mag denn nur der Fiat sein ?]]&lt;br /&gt;
*'''[[Eine Lehrstunde (Leerstunde?) bei Herrn Bürokratius]]&lt;br /&gt;
*'''[[Sprach-Anekdote]]&lt;br /&gt;
*'''[[Sternstunde in der Arbeit eines Sozialpädagogen]]&lt;br /&gt;
*'''[[50 Jahre Schulmediothek]]&lt;br /&gt;
*'''[[Abi ´82 - Wir waren da - da da da]]&lt;br /&gt;
*'''[[Die didaktische Vorbereitung und die ersten 10 Jahre]]&lt;br /&gt;
*'''[[Rollende Aschenbecher]]&lt;br /&gt;
*'''[[Die Matthäusschule als Zuhause der Abteilung 5/6 von 2010 bis 2013]]&lt;br /&gt;
*'''[[Matthäusschule und GSW]]&lt;br /&gt;
*'''[[Die ersten Wochen der Gesamtschule Wulfen]]&lt;br /&gt;
*'''[[Aus dem didaktischen Ausschuss „Soziales Lernen“]]&lt;br /&gt;
*'''[[EW Dias]]&lt;br /&gt;
*'''[[Große Pause drinnen oder draußen?]]&lt;br /&gt;
*'''[[Einsatz der Sozialpädagogen]]&lt;br /&gt;
*'''[[Mofa-Prüfbescheinigung]]&lt;br /&gt;
*'''[[Freizeitbereich]]&lt;br /&gt;
*'''[[Alten-Nachmittag]]&lt;br /&gt;
*&amp;quot;'''Irrungen und Wirrungen des Geschichtsunterrichts am Beispiel eines Medienwagens'''&amp;quot; siehe [[Kleine Anekdoten]]  &lt;br /&gt;
*&amp;quot;'''Gerade noch mal gut gegangen'''&amp;quot; siehe [[Kleine Anekdoten]]&lt;br /&gt;
*'''[[Kunstprojekte]]&lt;br /&gt;
*'''[[Auf dem Weg zur inklusiven Schule]]&lt;br /&gt;
*'''[[Arbeitsblätter]]&lt;br /&gt;
*'''[[Nagelbrett]]&lt;br /&gt;
*&amp;quot;'''Damals, als ich Arnold Hau nicht begegnete'''&amp;quot; siehe [[Kleine Anekdoten]]&lt;br /&gt;
*'''[[Kleine Anekdoten]]&lt;br /&gt;
*'''[[Kleine Chronik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitmachen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde gestartet am 27.10.22 und soll bis zum Jubiläum stetig anwachsen. Anmeldung zur Mitarbeit :  gruberwulfen{ä}gmail.com &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Denkbare Seiten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe&lt;br /&gt;
*'''[[Themenliste]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Spezial-Seiten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''[[Hilfe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''[[Spielwiese]]''' = Die Seite zum Ausprobieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Übersicht aller Dateien (Fotos) : '''http://gsw-geschichte.de/index.php?title=Spezial:Dateien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Intern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*'''https://www.gs-wulfen.de/'''  offizielle und aktuelle Seite der Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*http://wulfen-wiki.de/index.php?title=Gesamtschule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*http://wulfen-wiki.de/index.php?title=Gesamtschule_vor_2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Unger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://gsw-geschichte.de/index.php?title=Kann_man_in_Venedig_Kanu_fahren%3F&amp;diff=323</id>
		<title>Kann man in Venedig Kanu fahren?</title>
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		<updated>2023-08-22T20:33:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Wie entstand die Kanu-AG?==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1982 kam Wolfgang Hacke in einem privaten Kanuurlaub auf der&lt;br /&gt;
Ardèche (Südfrankreich) die Idee mit Lernenden Kanu zu fahren. Seine Frau&lt;br /&gt;
Renate fuhr damals zum ersten Mal Kanu. Wolfgang hatte Renate für den Fall&lt;br /&gt;
der ihrer ersten Kenterung gesagt: „unbedingt das Brett und das&lt;br /&gt;
Paddel festhalten!“ Wer schon einmal gekentert ist, weiß, dass es nicht so&lt;br /&gt;
einfach ist. Wie sollten bei solchen „Empfehlungen“ die ersten Touren&lt;br /&gt;
aussehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fixe Idee wurde 1983 mit einer Kursfahrt auf der Diemel in die Tat&lt;br /&gt;
umgesetzt. Natürlich gab es damals noch nicht genügend Kanus – eigentlich nur&lt;br /&gt;
ein privates Kanu von Wolfgang und Renate - daher lieh Wolfgang sich alles&lt;br /&gt;
Equipment von überallher zusammen einschließlich improvisierter „dichter“&lt;br /&gt;
Säcke für Kleidung. Nachdem gelungenen Start folgte eine Sommertour auf der&lt;br /&gt;
Ardèche in '''Frankreich'''. Damals wurde noch in kleinen Häusern in einem&lt;br /&gt;
Bungalow-Park übernachtet und ein einziges Küchenteam kochte für alle&lt;br /&gt;
Mitfahrenden. Erst am Morgen wurde überlegt auf welchen Flussabschnitt&lt;br /&gt;
gefahren werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1984 auf der Loire richtig Kanuwandern stattfand und 1985 wieder in&lt;br /&gt;
Häusern übernachtet wurde, entschied sich Wolfgang für das Kanuwandern.&lt;br /&gt;
„Ich war es leid, jeden Tag mit dem Auto (trotz Faible für dieses&lt;br /&gt;
Fortbewegungsmittel) fahren zu müssen!“ Durch das Kanuwandern &amp;lt;u&amp;gt;ohne&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
Begleitauto wurde ab jetzt alles zum Übernachten, Kochen sowie die&lt;br /&gt;
Wechselkleidung mitgenommen. Ebenso müssten die Schülerinnen und Schüler&lt;br /&gt;
jetzt alles selbstständig machen, bei täglich wechselndem Kochteam. Probleme&lt;br /&gt;
gab es gelegentlich, wenn Väter mitfuhren (halber Scherz), weil die ohne&lt;br /&gt;
Ehefrauen kaum pädagogische Korrektur annahmen. Manche meinten sogar,&lt;br /&gt;
sie brauchten sich nicht an Essensbeginnzeiten zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gab es wichtige Einschnitte bei der Kanu-AG?==&lt;br /&gt;
Seit 1985/86 galt die Kanu-AG auf Grundlage einer Vereinbarung mit der&lt;br /&gt;
Bezirksregierung als ein (quasi) Verein. Die AG wurde aus Haftungs- und&lt;br /&gt;
Versicherungssicht wie ein e.V. geführt. Dieses Konstrukt war vor allem für die&lt;br /&gt;
Touren quer durch Europa eine Geste aus der Behörde, die eigentlich für&lt;br /&gt;
bürokratische Absicherung bekannt war bzw. ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So um 1998 kamen Menschen mit Behinderungen aus Villa Keller mit. Die&lt;br /&gt;
Mutter einer Schülerin hatte gefragt, ob wir Personen aus der Villa mitnehmen&lt;br /&gt;
könnten. Besonderer Dank gilt der inzwischen verstorbenen&lt;br /&gt;
Ursulinenschwester Angela Johanna, die der Zusammenarbeit sehr&lt;br /&gt;
aufgeschlossen war. Für die nicht nur mobil eingeschränkten&lt;br /&gt;
Bewohner/Mitfahrer war es schon eine Herausforderung, außer dem Fahren im&lt;br /&gt;
teilweise sehr bewegten Flusswasser sich in unebenem Gelände zwischen den&lt;br /&gt;
Zelten zu bewegen. Später wurde es schwieriger, da nicht jeder Zivi sofort&lt;br /&gt;
erkannte, dass zusätzliche Herausforderungen den Charakter ungemein&lt;br /&gt;
stärkten, machmal auf lange Sicht. Es bestehen weiterhin Kooperationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie war es noch einmal mit dem Festfahren von Autos?==&lt;br /&gt;
1986 war die Kanu-AG in '''Griechenland''' auf dem Pinios (Peneios) unterwegs. Es&lt;br /&gt;
war die erste Wandertour zu Ostern, dies bedeutete viel Regen und eigentlich&lt;br /&gt;
war alles nass. Die Sachen wurden damals zum Trocknen in einer Ziegelei eines&lt;br /&gt;
Bekannten von Manfred Nitschke (anderer abenteuerhungriger Lehrer an der&lt;br /&gt;
GSW, bekannt für seine Wandertouren „Hellas extrem“) aufgehangen.&lt;br /&gt;
Wolfgang konnte es natürlich nicht dabei belassen den Tag in Ruhe ausklingen&lt;br /&gt;
zu lassen. Daher musste wie immer in einer abendlichen Aktion „mal eben“&lt;br /&gt;
nach einer Einstiegsstelle für den nächsten Tag geguckt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ärgerlich (im Nachhinein Erweiterung des Anekdoten-Schatzes), wenn man sich&lt;br /&gt;
dabei am Flussufer im Sand festgefahren hat. Der erste Retter hatte sich&lt;br /&gt;
ebenfalls mit einem kleinen LKW festgefahren. Nach einer gefühlten Ewigkeit&lt;br /&gt;
wurde aus einer kleinen abendlichen Ausfahrt ein abendfüllendes Programm.&lt;br /&gt;
Erst mit einem Caterpillar konnten beide Fahrzeuge vom Flussufer befreit&lt;br /&gt;
werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich Wolfgang mal öfters festgefahren hatte, gibt es noch einiges mehr zu&lt;br /&gt;
berichten. So mussten auf der Suche nach einer Zeltstelle auf einem Feld auch&lt;br /&gt;
mal die Fußmatten gegen den Schlamm helfen oder die Mittelbretter aus den&lt;br /&gt;
Kanus untergelegt werden. Ebenso ist oftmals aktives Schieben der&lt;br /&gt;
Mitfahrenden schwer erwünscht. Geist und Muskeln bilden eine Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wer hat die Routen zur An- und Abreise ausgewählt?==&lt;br /&gt;
Scheinbar keiner! So kann man mit einem semi-neuen VW-Bus mit 70 PS,&lt;br /&gt;
vollbesetzt und mit schwerem Anhänger über den Dolomitenpass nach '''Italien'''&lt;br /&gt;
fahren. Das soll auch heute noch gehen! Natürlich waren wir ein&lt;br /&gt;
Verkehrshindernis hochhundert, hoch sind wir mit 30 Km/h geschlichen und die&lt;br /&gt;
Motorradfahrer waren nicht begeistert. Bergab mussten wir natürlich&lt;br /&gt;
regelmäßig die Bremsen und den Motor am Straßenrand kühlen. Wir halten&lt;br /&gt;
fest: die stark geschlängelte Strecke auf der Karte soll ist die kürzeste Route&lt;br /&gt;
sein, aber nicht für die Kanu-AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Übertreiben bei Bergauf- und Abfahrten wird am Ende auch mit&lt;br /&gt;
Kupplungsbrüchen bestraft. Auf der '''Griechenland'''tour 2007 wurde der Bulli bei&lt;br /&gt;
Monemvasia so stark beansprucht, dass in Griechenland der 1 und 2 Gang nicht&lt;br /&gt;
mehr funktionierte. Der Bulli musste auf der Rückfahrt in Venedig von der&lt;br /&gt;
Fähre geschoben werden und schaffte es nach Zwischenaufenthalt in einer&lt;br /&gt;
italienischen „Künstler“-Werkstatt noch bis nach Bayern. Ab da musste er&lt;br /&gt;
abgeschleppt werden, da die restliche Kupplung den Geist aufgegeben hatte -&lt;br /&gt;
so ist es mit dem Material. Menschen halten bekanntlich mehr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hat wer die Reifen kontrolliert?==&lt;br /&gt;
Auf dem Weg nach '''Frankreich''' 2022 wurden vorher alle Reifen am Anhänger&lt;br /&gt;
aufgepumpt, aber nicht weiter begutachtet. Auf halber Strecke hat ein Reifen&lt;br /&gt;
Luft verloren, eigentlich ein einfaches Problem, was sich mit dem Ersatzreifen&lt;br /&gt;
beheben lässt. Eher problematisch, wenn jemand schon einmal auf die Idee&lt;br /&gt;
gekommen ist, den Reifen zu tauschen. Der Ersatzreifen hatte also auch einen&lt;br /&gt;
Platten. Bei der Begutachtung aller Anhängerreifen, stellten wir den eigentlich&lt;br /&gt;
schlechten Zustand fest. Es half nichts, es mussten an einem Samstag um 7:00&lt;br /&gt;
Uhr morgens 5 neue Reifen her. 4 Reifenhändler und 4 Stunden später, hatte&lt;br /&gt;
die Kanu-AG 5 neue Reifen und konnte die Fahrt fortsetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie konnte der Anhänger nur umkippen?==&lt;br /&gt;
Selten kam es vor, dass Anhänger umgekippt sind. Die Gründe sind relativ&lt;br /&gt;
einfach: Ein übersehender Stein, wo der Anhänger hängen bleibt oder ein&lt;br /&gt;
ungünstiger Kurvenradius an einem Graben. Es hilft nichts, der Anhänger muss&lt;br /&gt;
abgeladen, aufgerichtet und neu beladen werden. Ach so! Die Brückenhöhe&lt;br /&gt;
sollte kontrolliert werden, so kann es sein, dass man mit dem Anhänger an der&lt;br /&gt;
Brücke hängen bleibt. Zum Glück haben der Anhänger und die Brücke es&lt;br /&gt;
unbeschadet überstanden. Ebenso wurde die Höhe der Brücke auch schon&lt;br /&gt;
einmal nur knapp unterschätzt und für ein paar Zentimeter wurde Luft auf den&lt;br /&gt;
Reifen gelassen – was man halt so tut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einreise verboten?!==&lt;br /&gt;
Bei der Einreise nach '''Portugal''' sollte Wolfgang sein Diplom für die Einreise&lt;br /&gt;
vorzeigen. Die Grenzpolizei konnte nicht glauben, dass ein Mann mit Latzhose&lt;br /&gt;
und Bart ein Lehrer sei (aus südeuropäischer Perspektive ein wenig&lt;br /&gt;
verständlich), welcher auch noch eine Jugendgruppe leiten könne. Ein Lehrer&lt;br /&gt;
müsse Anzug und Krawatte tragen. Richtig, sagte Wolfgang schon damals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Kroatien''' ist es uns schon mehrmals gelungen eine größere Gepäckkontrolle&lt;br /&gt;
zu umgehen. Zum einem ist es die schiere Masse an Gepäck, welche wir in den&lt;br /&gt;
zwei Anhänger transportieren. Zum anderen ist vor allem der Gepäckanhänger&lt;br /&gt;
so schlecht gepackt, dass der Grenzpolizei regelmäßig die Sachen&lt;br /&gt;
entgegenkommen oder sie vor eine Wand aus Reisetaschen schauen. Scheinbar&lt;br /&gt;
wirkt dies abschreckend genug. So gelang es auch vor der Wende, Schüler&lt;br /&gt;
(vereinzelt) unter einer Decke zu transportieren, wenn Mutter den Ausweis&lt;br /&gt;
nicht mitgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie kann man nur Boote verlieren?==&lt;br /&gt;
Die Boote anbinden oder an einen höheren Platz ziehen lohnt sich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der langjährigen Geschichte der Kanu-AG ist leider auch das ein oder andere&lt;br /&gt;
Boot abhandengekommen. So wurden in '''Portugal''' die Boote zwar etwas höher&lt;br /&gt;
gezogen, aber durch Regenfälle im Oberlauf wurde mehr Wasser im Stausee&lt;br /&gt;
abgelassen und die Boote wurden mitgerissen. Was folgte ist typisch Kanu-AG&lt;br /&gt;
Gesamtschule Wulfen: Es wurde davon in der Zeitung berichtet und mit ein&lt;br /&gt;
wenig Hilfe konnten wenigstens ein paar Boote mit Unterstützung der&lt;br /&gt;
portugiesischen Grenzpolizei gefunden werden. Einige blieben auch&lt;br /&gt;
verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Griechenland''' brauchte man 1986 für die Ein- und Ausfuhr der Boote&lt;br /&gt;
Dokumente. Problematisch wird es, wenn die Anzahl der Boote, die ausgeführt&lt;br /&gt;
werden, nicht mit der Anzahl der Boote übereinstimmt, die auf dem Anhänger&lt;br /&gt;
sind. In Griechenland war ein Boot „abgesoffen“ und somit hatten wir ein Boot&lt;br /&gt;
zu wenig. Manfred Nitschke sollte sich darum kümmern, dass die Polizei dies&lt;br /&gt;
bestätigt, damit es keine Probleme bei der Ausreise gab. Da die Polizeiwache&lt;br /&gt;
noch geschlossen war, spielte Manfred mit seiner Gitarre griechische Lieder vor&lt;br /&gt;
der Polizeiwache und wurde so zum Highlight der Bewohner. Später&lt;br /&gt;
bescheinigte der Polizeichef das Fehlen des einen Bootes. An der Grenze stellte&lt;br /&gt;
sich aber heraus, dass ein Boot zu wenig bei der Einreise eingetragen wurde.&lt;br /&gt;
Zum Glück merkten es die Grenzer nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch 2021 in '''Österreich''' an der Drau wären die Boote fast weggeschwommen.&lt;br /&gt;
Die Boote wurden auf eine höher gelegene Kiesbank gezogen und „natürlich“&lt;br /&gt;
nicht festgemacht. Da es im Oberlauf der Drau stark regnete, stieg der Pegel&lt;br /&gt;
der Drau um einen halben Meter an. Nur durch Zufall wurde dies bemerkt und&lt;br /&gt;
die Boote drei Meter höher gebracht. Am Ende genau die richtige&lt;br /&gt;
Entscheidung, sonst wären die Boote wie in Portugal abhandengekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wo war noch einmal der Supermarkt?==&lt;br /&gt;
Eine kurze Anmerkung vorweg: Wo der nächste Supermarkt ist, lässt sich heute&lt;br /&gt;
mit Handy und Co. gut herausfinden, ebenso gibt es die großen Discountketten&lt;br /&gt;
auch im Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist es nicht immer so einfach und manchmal ist der nächste&lt;br /&gt;
Supermarkt weiter weg vom Fluss als man denkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann es vor allem im osteuropäischen Ausland sowie Spanien, Portugal und&lt;br /&gt;
Griechenland passieren, dass man auf gut Glück losläuft, da man von&lt;br /&gt;
Einheimischen gehört habe, dass dort später der Brotwagen an der fünften&lt;br /&gt;
Kreuzung links in dem Ort um 12:10 Uhr anhält (stimmt nur bedingt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam es auch schon mal vor, dass man wegen zu wenig vorhandenem Essen in&lt;br /&gt;
ein Dorf zum Bäcker geht und diesen gefühlt leer kauft. Damals in Portugal&lt;br /&gt;
hatte der Bäcker leider nur morgens offen und sonst war in dem Dorf eher&lt;br /&gt;
wenig los. Renate berichtete den wenigen Menschen in dem Dorf über die&lt;br /&gt;
Kanu-AG und dass sie was zu essen bräuchten. Eine Frau brachte ein halbes&lt;br /&gt;
Brot und dies hatten dann mehrere aus dem Dorf getan. Es wurde so viel&lt;br /&gt;
gegeben, dass alle gut auskamen. Das biblische Gleichnis korrespondierte mit&lt;br /&gt;
der Realität, die von den Dorfbewohnerinnen geschaffen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanterweise trifft die Kanu-AG immer wieder auf Gastfreundschaft.&lt;br /&gt;
So wurden wir oftmals mitgenommen, durften bei Bauern auf Wiesen&lt;br /&gt;
und in Scheunen übernachten oder unsere Einkäufe wurden mehrere Kilometer&lt;br /&gt;
zum Fluss zurückgebracht. Ebenso ist die Gastfreundschaft vor allem beim&lt;br /&gt;
Wasserholen zu merken. Wenn man sich teilweise mit Händen und Füßen&lt;br /&gt;
verständigen muss, damit man endlich wieder Frischwasser bekommt. Naja –&lt;br /&gt;
ein Akt der Völkerverständigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gab es Antiaktionen oder Heldentaten?==&lt;br /&gt;
Antiaktionen sind Sachen die unnötigerweise erledigt wurden, um sie danach&lt;br /&gt;
zu verbessern. Unnötig ist eigentlich nicht ganz das richtige Wort, da die&lt;br /&gt;
Aktionen ja einen Sinn ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hatte Thorsten Block nach dem Aufbau der Zelte ein Plateau entdeckt von&lt;br /&gt;
dem die Aussicht deutlich besser war. So wurden alle Sachen abgebaut und&lt;br /&gt;
nach oben getragen um eine bessere Aussicht genießen zu können. Genialer&lt;br /&gt;
Einfall, wat?!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wurden und werden regelmäßig die Boote nach dem Rausziehen&lt;br /&gt;
zunächst hingelegt und später doch noch nach Farbe sortiert.&lt;br /&gt;
An der Diemel wurde einmal ein Autoschlüssel versenkt, da dieser oben in der&lt;br /&gt;
Tonne lag. Natürlich brachte ein Vater aus Dorsten den 2. Schlüssel zur&lt;br /&gt;
Ausstiegsstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie ist das mit den vergessenen Sachen?==&lt;br /&gt;
Natürlich vergessen wir auch schon einmal Sachen. Die vergessenen Paddel,&lt;br /&gt;
deren Fehlen kurz vor der Autobahnauffahrt auffallen sind dabei das geringste&lt;br /&gt;
Übel. Aber wenn man kurz vor Paderborn an der Lippe keine Jurtenstangen hat,&lt;br /&gt;
wird es schwierig. So mussten zwei Personen nochmal 4 Stunden hin und her&lt;br /&gt;
fahren, damit in der Jurte geschlafen werden konnte. Leider war es kein&lt;br /&gt;
Wetter (nach Ansicht der verweichlichten Mehrheit) zum draußen Schlafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was war die längste Stromschnelle?==&lt;br /&gt;
Die längste Stromschnelle mit circa 23 Kilometern gab es 1988 in '''Norwegen''', ein&lt;br /&gt;
bewegendes Highlight, kaum Zeit zum Fotografieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kann man in Venedig Kanu fahren?==&lt;br /&gt;
Na klar! Es ist schon spannend, durch die etwas stark riechenden Kanäle&lt;br /&gt;
Venedigs zu fahren. Auf jedem Touri-Bild ist man ein Highlight. Natürlich muss&lt;br /&gt;
man auf dem Canale Grande tierisch auf große Schiffe, Wassertaxen und&lt;br /&gt;
Wasserbusse aufpassen. Trotzdem ist es ein einzigartiges Erlebnis. Leider wird&lt;br /&gt;
es immer schwieriger die Boote hinein- und hinauszusetzen, da mittlerweile die&lt;br /&gt;
Polizei die Leute verscheucht. Dennoch riskiert man es. Früher war bekanntlich&lt;br /&gt;
alles schlechter, heute gilt Sicherheit vor Abenteuer, fast überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mit wie vielen Personen kann man auf eine privat organisierte Kanutour fahren?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
63 Personen! Manchmal nehmen Planungen eigenartige Ausmaße an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Tour auf der '''belgischen''' Ourthe hatten sich bereits viele aus der Kanu-&lt;br /&gt;
AG-angemeldet! Und dann wurde es zum Selbstläufer. Bekannte aus Berlin&lt;br /&gt;
kamen spontan mit ihren eigenen Booten angereist. Da viele Kanuten*innen es&lt;br /&gt;
weitererzählten, wurden es immer mehr die mitkommen wollten. Wolfgang&lt;br /&gt;
konnte niemandem absagen, und so wurden es mehr und mehr. Am Ende&lt;br /&gt;
wurde nur noch ein Treffpunkt bekannt gegeben. Kurz vor der Abreise wurde&lt;br /&gt;
Wolfgang in Alt-Wulfen angesprochen wohin es gehen würde, natürlich kamen&lt;br /&gt;
diese Personen auch noch spontan mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Wehmutstropfen : der Ein- sowie der Ausstieg dauerten eine Ewigkeit.&lt;br /&gt;
Wer sich in Geduld übt, wird belohnt durch die Abendsonne am Fluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fabian Unger, Renate und Wolfgang Hacke&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Unger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://gsw-geschichte.de/index.php?title=Kann_man_in_Venedig_Kanu_fahren%3F&amp;diff=322</id>
		<title>Kann man in Venedig Kanu fahren?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://gsw-geschichte.de/index.php?title=Kann_man_in_Venedig_Kanu_fahren%3F&amp;diff=322"/>
		<updated>2023-08-22T20:31:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Wie entstand die Kanu-AG?==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1982 kam Wolfgang Hacke in einem privaten Kanuurlaub auf der&lt;br /&gt;
Ardèche (Südfrankreich) die Idee mit Lernenden Kanu zu fahren. Seine Frau&lt;br /&gt;
Renate fuhr damals zum ersten Mal Kanu. Wolfgang hatte Renate für den Fall&lt;br /&gt;
der ihrer ersten Kenterung gesagt: „unbedingt das Brett und das&lt;br /&gt;
Paddel festhalten!“ Wer schon einmal gekentert ist, weiß, dass es nicht so&lt;br /&gt;
einfach ist. Wie sollten bei solchen „Empfehlungen“ die ersten Touren&lt;br /&gt;
aussehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fixe Idee wurde 1983 mit einer Kursfahrt auf der Diemel in die Tat&lt;br /&gt;
umgesetzt. Natürlich gab es damals noch nicht genügend Kanus – eigentlich nur&lt;br /&gt;
ein privates Kanu von Wolfgang und Renate - daher lieh Wolfgang sich alles&lt;br /&gt;
Equipment von überallher zusammen einschließlich improvisierter „dichter“&lt;br /&gt;
Säcke für Kleidung. Nachdem gelungenen Start folgte eine Sommertour auf der&lt;br /&gt;
Ardèche in '''Frankreich'''. Damals wurde noch in kleinen Häusern in einem&lt;br /&gt;
Bungalow-Park übernachtet und ein einziges Küchenteam kochte für alle&lt;br /&gt;
Mitfahrenden. Erst am Morgen wurde überlegt auf welchen Flussabschnitt&lt;br /&gt;
gefahren werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1984 auf der Loire richtig Kanuwandern stattfand und 1985 wieder in&lt;br /&gt;
Häusern übernachtet wurde, entschied sich Wolfgang für das Kanuwandern.&lt;br /&gt;
„Ich war es leid, jeden Tag mit dem Auto (trotz Faible für dieses&lt;br /&gt;
Fortbewegungsmittel) fahren zu müssen!“ Durch das Kanuwandern &amp;lt;u&amp;gt;ohne&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
Begleitauto wurde ab jetzt alles zum Übernachten, Kochen sowie die&lt;br /&gt;
Wechselkleidung mitgenommen. Ebenso müssten die Schülerinnen und Schüler&lt;br /&gt;
jetzt alles selbstständig machen, bei täglich wechselndem Kochteam. Probleme&lt;br /&gt;
gab es gelegentlich, wenn Väter mitfuhren (halber Scherz), weil die ohne&lt;br /&gt;
Ehefrauen kaum pädagogische Korrektur annahmen. Manche meinten sogar,&lt;br /&gt;
sie brauchten sich nicht an Essensbeginnzeiten zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gab es wichtige Einschnitte bei der Kanu-AG?==&lt;br /&gt;
Seit 1985/86 galt die Kanu-AG auf Grundlage einer Vereinbarung mit der&lt;br /&gt;
Bezirksregierung als ein (quasi) Verein. Die AG wurde aus Haftungs- und&lt;br /&gt;
Versicherungssicht wie ein e.V. geführt. Dieses Konstrukt war vor allem für die&lt;br /&gt;
Touren quer durch Europa eine Geste aus der Behörde, die eigentlich für&lt;br /&gt;
bürokratische Absicherung bekannt war bzw. ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So um 1998 kamen Menschen mit Behinderungen aus Villa Keller mit. Die&lt;br /&gt;
Mutter einer Schülerin hatte gefragt, ob wir Personen aus der Villa mitnehmen&lt;br /&gt;
könnten. Besonderer Dank gilt der inzwischen verstorbenen&lt;br /&gt;
Ursulinenschwester Angela Johanna, die der Zusammenarbeit sehr&lt;br /&gt;
aufgeschlossen war. Für die nicht nur mobil eingeschränkten&lt;br /&gt;
Bewohner/Mitfahrer war es schon eine Herausforderung, außer dem Fahren im&lt;br /&gt;
teilweise sehr bewegten Flusswasser sich in unebenem Gelände zwischen den&lt;br /&gt;
Zelten zu bewegen. Später wurde es schwieriger, da nicht jeder Zivi sofort&lt;br /&gt;
erkannte, dass zusätzliche Herausforderungen den Charakter ungemein&lt;br /&gt;
stärkten, machmal auf lange Sicht. Es bestehen weiterhin Kooperationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie war es noch einmal mit dem Festfahren von Autos?==&lt;br /&gt;
1986 war die Kanu-AG in '''Griechenland''' auf dem Pinios (Peneios) unterwegs. Es&lt;br /&gt;
war die erste Wandertour zu Ostern, dies bedeutete viel Regen und eigentlich&lt;br /&gt;
war alles nass. Die Sachen wurden damals zum Trocknen in einer Ziegelei eines&lt;br /&gt;
Bekannten von Manfred Nitschke (anderer abenteuerhungriger Lehrer an der&lt;br /&gt;
GSW, bekannt für seine Wandertouren „Hellas extrem“) aufgehangen.&lt;br /&gt;
Wolfgang konnte es natürlich nicht dabei belassen den Tag in Ruhe ausklingen&lt;br /&gt;
zu lassen. Daher musste wie immer in einer abendlichen Aktion „mal eben“&lt;br /&gt;
nach einer Einstiegsstelle für den nächsten Tag geguckt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ärgerlich (im Nachhinein Erweiterung des Anekdoten-Schatzes), wenn man sich&lt;br /&gt;
dabei am Flussufer im Sand festgefahren hat. Der erste Retter hatte sich&lt;br /&gt;
ebenfalls mit einem kleinen LKW festgefahren. Nach einer gefühlten Ewigkeit&lt;br /&gt;
wurde aus einer kleinen abendlichen Ausfahrt ein abendfüllendes Programm.&lt;br /&gt;
Erst mit einem Caterpillar konnten beide Fahrzeuge vom Flussufer befreit&lt;br /&gt;
werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich Wolfgang mal öfters festgefahren hatte, gibt es noch einiges mehr zu&lt;br /&gt;
berichten. So mussten auf der Suche nach einer Zeltstelle auf einem Feld auch&lt;br /&gt;
mal die Fußmatten gegen den Schlamm helfen oder die Mittelbretter aus den&lt;br /&gt;
Kanus untergelegt werden. Ebenso ist oftmals aktives Schieben der&lt;br /&gt;
Mitfahrenden schwer erwünscht. Geist und Muskeln bilden eine Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wer hat die Routen zur An- und Abreise ausgewählt?==&lt;br /&gt;
Scheinbar keiner! So kann man mit einem semi-neuen VW-Bus mit 70 PS,&lt;br /&gt;
vollbesetzt und mit schwerem Anhänger über den Dolomitenpass nach '''Italien'''&lt;br /&gt;
fahren. Das soll auch heute noch gehen! Natürlich waren wir ein&lt;br /&gt;
Verkehrshindernis hochhundert, hoch sind wir mit 30 Km/h geschlichen und die&lt;br /&gt;
Motorradfahrer waren nicht begeistert. Bergab mussten wir natürlich&lt;br /&gt;
regelmäßig die Bremsen und den Motor am Straßenrand kühlen. Wir halten&lt;br /&gt;
fest: die stark geschlängelte Strecke auf der Karte soll ist die kürzeste Route&lt;br /&gt;
sein, aber nicht für die Kanu-AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Übertreiben bei Bergauf- und Abfahrten wird am Ende auch mit&lt;br /&gt;
Kupplungsbrüchen bestraft. Auf der '''Griechenland'''tour 2007 wurde der Bulli bei&lt;br /&gt;
Monemvasia so stark beansprucht, dass in Griechenland der 1 und 2 Gang nicht&lt;br /&gt;
mehr funktionierte. Der Bulli musste auf der Rückfahrt in Venedig von der&lt;br /&gt;
Fähre geschoben werden und schaffte es nach Zwischenaufenthalt in einer&lt;br /&gt;
italienischen „Künstler“-Werkstatt noch bis nach Bayern. Ab da musste er&lt;br /&gt;
abgeschleppt werden, da die restliche Kupplung den Geist aufgegeben hatte -&lt;br /&gt;
so ist es mit dem Material. Menschen halten bekanntlich mehr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hat wer die Reifen kontrolliert?==&lt;br /&gt;
Auf dem Weg nach '''Frankreich''' 2022 wurden vorher alle Reifen am Anhänger&lt;br /&gt;
aufgepumpt, aber nicht weiter begutachtet. Auf halber Strecke hat ein Reifen&lt;br /&gt;
Luft verloren, eigentlich ein einfaches Problem, was sich mit dem Ersatzreifen&lt;br /&gt;
beheben lässt. Eher problematisch, wenn jemand schon einmal auf die Idee&lt;br /&gt;
gekommen ist, den Reifen zu tauschen. Der Ersatzreifen hatte also auch einen&lt;br /&gt;
Platten. Bei der Begutachtung aller Anhängerreifen, stellten wir den eigentlich&lt;br /&gt;
schlechten Zustand fest. Es half nichts, es mussten an einem Samstag um 7:00&lt;br /&gt;
Uhr morgens 5 neue Reifen her. 4 Reifenhändler und 4 Stunden später, hatte&lt;br /&gt;
die Kanu-AG 5 neue Reifen und konnte die Fahrt fortsetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie konnte der Anhänger nur umkippen?==&lt;br /&gt;
Selten kam es vor, dass Anhänger umgekippt sind. Die Gründe sind relativ&lt;br /&gt;
einfach: Ein übersehender Stein, wo der Anhänger hängen bleibt oder ein&lt;br /&gt;
ungünstiger Kurvenradius an einem Graben. Es hilft nichts, der Anhänger muss&lt;br /&gt;
abgeladen, aufgerichtet und neu beladen werden. Ach so! Die Brückenhöhe&lt;br /&gt;
sollte kontrolliert werden, so kann es sein, dass man mit dem Anhänger an der&lt;br /&gt;
Brücke hängen bleibt. Zum Glück haben der Anhänger und die Brücke es&lt;br /&gt;
unbeschadet überstanden. Ebenso wurde die Höhe der Brücke auch schon&lt;br /&gt;
einmal nur knapp unterschätzt und für ein paar Zentimeter wurde Luft auf den&lt;br /&gt;
Reifen gelassen – was man halt so tut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einreise verboten?!==&lt;br /&gt;
Bei der Einreise nach '''Portugal''' sollte Wolfgang sein Diplom für die Einreise&lt;br /&gt;
vorzeigen. Die Grenzpolizei konnte nicht glauben, dass ein Mann mit Latzhose&lt;br /&gt;
und Bart ein Lehrer sei (aus südeuropäischer Perspektive ein wenig&lt;br /&gt;
verständlich), welcher auch noch eine Jugendgruppe leiten könne. Ein Lehrer&lt;br /&gt;
müsse Anzug und Krawatte tragen. Richtig, sagte Wolfgang schon damals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Kroatien''' ist es uns schon mehrmals gelungen eine größere Gepäckkontrolle&lt;br /&gt;
zu umgehen. Zum einem ist es die schiere Masse an Gepäck, welche wir in den&lt;br /&gt;
zwei Anhänger transportieren. Zum anderen ist vor allem der Gepäckanhänger&lt;br /&gt;
so schlecht gepackt, dass der Grenzpolizei regelmäßig die Sachen&lt;br /&gt;
entgegenkommen oder sie vor eine Wand aus Reisetaschen schauen. Scheinbar&lt;br /&gt;
wirkt dies abschreckend genug. So gelang es auch vor der Wende, Schüler&lt;br /&gt;
(vereinzelt) unter einer Decke zu transportieren, wenn Mutter den Ausweis&lt;br /&gt;
nicht mitgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie kann man nur Boote verlieren?==&lt;br /&gt;
Die Boote anbinden oder an einen höheren Platz ziehen lohnt sich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der langjährigen Geschichte der Kanu-AG ist leider auch das ein oder andere&lt;br /&gt;
Boot abhandengekommen. So wurden in '''Portugal''' die Boote zwar etwas höher&lt;br /&gt;
gezogen, aber durch Regenfälle im Oberlauf wurde mehr Wasser im Stausee&lt;br /&gt;
abgelassen und die Boote wurden mitgerissen. Was folgte ist typisch Kanu-AG&lt;br /&gt;
Gesamtschule Wulfen: Es wurde davon in der Zeitung berichtet und mit ein&lt;br /&gt;
wenig Hilfe konnten wenigstens ein paar Boote mit Unterstützung der&lt;br /&gt;
portugiesischen Grenzpolizei gefunden werden. Einige blieben auch&lt;br /&gt;
verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Griechenland''' brauchte man 1986 für die Ein- und Ausfuhr der Boote&lt;br /&gt;
Dokumente. Problematisch wird es, wenn die Anzahl der Boote, die ausgeführt&lt;br /&gt;
werden, nicht mit der Anzahl der Boote übereinstimmt, die auf dem Anhänger&lt;br /&gt;
sind. In Griechenland war ein Boot „abgesoffen“ und somit hatten wir ein Boot&lt;br /&gt;
zu wenig. Manfred Nitschke sollte sich darum kümmern, dass die Polizei dies&lt;br /&gt;
bestätigt, damit es keine Probleme bei der Ausreise gab. Da die Polizeiwache&lt;br /&gt;
noch geschlossen war, spielte Manfred mit seiner Gitarre griechische Lieder vor&lt;br /&gt;
der Polizeiwache und wurde so zum Highlight der Bewohner. Später&lt;br /&gt;
bescheinigte der Polizeichef das Fehlen des einen Bootes. An der Grenze stellte&lt;br /&gt;
sich aber heraus, dass ein Boot zu wenig bei der Einreise eingetragen wurde.&lt;br /&gt;
Zum Glück merkten es die Grenzer nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch 2021 in '''Österreich''' an der Drau wären die Boote fast weggeschwommen.&lt;br /&gt;
Die Boote wurden auf eine höher gelegene Kiesbank gezogen und „natürlich“&lt;br /&gt;
nicht festgemacht. Da es im Oberlauf der Drau stark regnete, stieg der Pegel&lt;br /&gt;
der Drau um einen halben Meter an. Nur durch Zufall wurde dies bemerkt und&lt;br /&gt;
die Boote drei Meter höher gebracht. Am Ende genau die richtige&lt;br /&gt;
Entscheidung, sonst wären die Boote wie in Portugal abhandengekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wo war noch einmal der Supermarkt?==&lt;br /&gt;
Eine kurze Anmerkung vorweg: Wo der nächste Supermarkt ist, lässt sich heute&lt;br /&gt;
mit Handy und Co. gut herausfinden, ebenso gibt es die großen Discountketten&lt;br /&gt;
auch im Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist es nicht immer so einfach und manchmal ist der nächste&lt;br /&gt;
Supermarkt weiter weg vom Fluss als man denkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann es vor allem im osteuropäischen Ausland sowie Spanien, Portugal und&lt;br /&gt;
Griechenland passieren, dass man auf gut Glück losläuft, da man von&lt;br /&gt;
Einheimischen gehört habe, dass dort später der Brotwagen an der fünften&lt;br /&gt;
Kreuzung links in dem Ort um 12:10 Uhr anhält (stimmt nur bedingt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam es auch schon mal vor, dass man wegen zu wenig vorhandenem Essen in&lt;br /&gt;
ein Dorf zum Bäcker geht und diesen gefühlt leer kauft. Damals in Portugal&lt;br /&gt;
hatte der Bäcker leider nur morgens offen und sonst war in dem Dorf eher&lt;br /&gt;
wenig los. Renate berichtete den wenigen Menschen in dem Dorf über die&lt;br /&gt;
Kanu-AG und dass sie was zu essen bräuchten. Eine Frau brachte ein halbes&lt;br /&gt;
Brot und dies hatten dann mehrere aus dem Dorf getan. Es wurde so viel&lt;br /&gt;
gegeben, dass alle gut auskamen. Das biblische Gleichnis korrespondierte mit&lt;br /&gt;
der Realität, die von den Dorfbewohnerinnen geschaffen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanterweise trifft die Kanu-AG immer wieder auf Gastfreundschaft.&lt;br /&gt;
So wurden wir oftmals mitgenommen, durften bei Bauern auf Wiesen&lt;br /&gt;
und in Scheunen übernachten oder unsere Einkäufe wurden mehrere Kilometer&lt;br /&gt;
zum Fluss zurückgebracht. Ebenso ist die Gastfreundschaft vor allem beim&lt;br /&gt;
Wasserholen zu merken. Wenn man sich teilweise mit Händen und Füßen&lt;br /&gt;
verständigen muss, damit man endlich wieder Frischwasser bekommt. Naja –&lt;br /&gt;
ein Akt der Völkerverständigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gab es Antiaktionen oder Heldentaten?==&lt;br /&gt;
Antiaktionen sind Sachen die unnötigerweise erledigt wurden, um sie danach&lt;br /&gt;
zu verbessern. Unnötig ist eigentlich nicht ganz das richtige Wort, da die&lt;br /&gt;
Aktionen ja einen Sinn ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hatte Thorsten Block nach dem Aufbau der Zelte ein Plateau entdeckt von&lt;br /&gt;
dem die Aussicht deutlich besser war. So wurden alle Sachen abgebaut und&lt;br /&gt;
nach oben getragen um eine bessere Aussicht genießen zu können. Genialer&lt;br /&gt;
Einfall, wat?!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wurden und werden regelmäßig die Boote nach dem Rausziehen&lt;br /&gt;
zunächst hingelegt und später doch noch nach Farbe sortiert.&lt;br /&gt;
An der Diemel wurde einmal ein Autoschlüssel versenkt, da dieser oben in der&lt;br /&gt;
Tonne lag. Natürlich brachte ein Vater aus Dorsten den 2. Schlüssel zur&lt;br /&gt;
Ausstiegsstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie ist das mit den vergessenen Sachen?==&lt;br /&gt;
Natürlich vergessen wir auch schon einmal Sachen. Die vergessenen Paddel,&lt;br /&gt;
deren Fehlen kurz vor der Autobahnauffahrt auffallen sind dabei das geringste&lt;br /&gt;
Übel. Aber wenn man kurz vor Paderborn an der Lippe keine Jurtenstangen hat,&lt;br /&gt;
wird es schwierig. So mussten zwei Personen nochmal 4 Stunden hin und her&lt;br /&gt;
fahren, damit in der Jurte geschlafen werden konnte. Leider war es kein&lt;br /&gt;
Wetter (nach Ansicht der verweichlichten Mehrheit) zum draußen Schlafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was war die längste Stromschnelle?==&lt;br /&gt;
Die längste Stromschnelle mit circa 23 Kilometern gab es 1988 in '''Norwegen''', ein&lt;br /&gt;
bewegendes Highlight, kaum Zeit zum Fotografieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kann man in Venedig Kanu fahren?==&lt;br /&gt;
Na klar! Es ist schon spannend, durch die etwas stark riechenden Kanäle&lt;br /&gt;
Venedigs zu fahren. Auf jedem Touri-Bild ist man ein Highlight. Natürlich muss&lt;br /&gt;
man auf dem Canale Grande tierisch auf große Schiffe, Wassertaxen und&lt;br /&gt;
Wasserbusse aufpassen. Trotzdem ist es ein einzigartiges Erlebnis. Leider wird&lt;br /&gt;
es immer schwieriger die Boote hinein- und hinauszusetzen, da mittlerweile die&lt;br /&gt;
Polizei die Leute verscheucht. Dennoch riskiert man es. Früher war bekanntlich&lt;br /&gt;
alles schlechter, heute gilt Sicherheit vor Abenteuer, fast überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mit wie vielen Personen kann man auf eine privat organisierte Kanutour fahren?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
63 Personen! Manchmal nehmen Planungen eigenartige Ausmaße an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Tour auf der '''belgischen''' Ourthe hatten sich bereits viele aus der Kanu-&lt;br /&gt;
AG-angemeldet! Und dann wurde es zum Selbstläufer. Bekannte aus Berlin&lt;br /&gt;
kamen spontan mit ihren eigenen Booten angereist. Da viele Kanuten*innen es&lt;br /&gt;
weitererzählten, wurden es immer mehr die mitkommen wollten. Wolfgang&lt;br /&gt;
konnte niemandem absagen, und so wurden es mehr und mehr. Am Ende&lt;br /&gt;
wurde nur noch ein Treffpunkt bekannt gegeben. Kurz vor der Abreise wurde&lt;br /&gt;
Wolfgang in Alt-Wulfen angesprochen wohin es gehen würde, natürlich kamen&lt;br /&gt;
diese Personen auch noch spontan mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Wehmutstropfen der Ein- sowie der Ausstieg dauerten eine Ewigkeit.&lt;br /&gt;
Wer sich in Geduld übt, wird belohnt durch die Abendsonne am Fluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fabian Unger''&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Unger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://gsw-geschichte.de/index.php?title=Kann_man_in_Venedig_Kanu_fahren%3F&amp;diff=321</id>
		<title>Kann man in Venedig Kanu fahren?</title>
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		<updated>2023-08-22T20:29:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unger: Die Seite wurde neu angelegt: „==Wie entstand die Kanu-AG?== Im Jahr 1982 kam Wolfgang Hacke in einem privaten Kanuurlaub auf der Ardèche (Südfrankreich) die Idee mit Lernenden Kanu zu fahren. Seine Frau Renate fuhr damals zum ersten Mal Kanu. Wolfgang hatte Renate für den Fall der ihrer ersten Kenterung gesagt: „unbedingt das Brett und das Paddel festhalten!“ Wer schon einmal gekentert ist, weiß, dass es nicht so einfach ist. Wie sollten bei solchen „Empfehlungen“ die erst…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Wie entstand die Kanu-AG?==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1982 kam Wolfgang Hacke in einem privaten Kanuurlaub auf der&lt;br /&gt;
Ardèche (Südfrankreich) die Idee mit Lernenden Kanu zu fahren. Seine Frau&lt;br /&gt;
Renate fuhr damals zum ersten Mal Kanu. Wolfgang hatte Renate für den Fall&lt;br /&gt;
der ihrer ersten Kenterung gesagt: „unbedingt das Brett und das&lt;br /&gt;
Paddel festhalten!“ Wer schon einmal gekentert ist, weiß, dass es nicht so&lt;br /&gt;
einfach ist. Wie sollten bei solchen „Empfehlungen“ die ersten Touren&lt;br /&gt;
aussehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fixe Idee wurde 1983 mit einer Kursfahrt auf der Diemel in die Tat&lt;br /&gt;
umgesetzt. Natürlich gab es damals noch nicht genügend Kanus – eigentlich nur&lt;br /&gt;
ein privates Kanu von Wolfgang und Renate - daher lieh Wolfgang sich alles&lt;br /&gt;
Equipment von überallher zusammen einschließlich improvisierter „dichter“&lt;br /&gt;
Säcke für Kleidung. Nachdem gelungenen Start folgte eine Sommertour auf der&lt;br /&gt;
Ardèche in '''Frankreich'''. Damals wurde noch in kleinen Häusern in einem&lt;br /&gt;
Bungalow-Park übernachtet und ein einziges Küchenteam kochte für alle&lt;br /&gt;
Mitfahrenden. Erst am Morgen wurde überlegt auf welchen Flussabschnitt&lt;br /&gt;
gefahren werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1984 auf der Loire richtig Kanuwandern stattfand und 1985 wieder in&lt;br /&gt;
Häusern übernachtet wurde, entschied sich Wolfgang für das Kanuwandern.&lt;br /&gt;
„Ich war es leid, jeden Tag mit dem Auto (trotz Faible für dieses&lt;br /&gt;
Fortbewegungsmittel) fahren zu müssen!“ Durch das Kanuwandern &amp;lt;u&amp;gt;ohne&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
Begleitauto wurde ab jetzt alles zum Übernachten, Kochen sowie die&lt;br /&gt;
Wechselkleidung mitgenommen. Ebenso müssten die Schülerinnen und Schüler&lt;br /&gt;
jetzt alles selbstständig machen, bei täglich wechselndem Kochteam. Probleme&lt;br /&gt;
gab es gelegentlich, wenn Väter mitfuhren (halber Scherz), weil die ohne&lt;br /&gt;
Ehefrauen kaum pädagogische Korrektur annahmen. Manche meinten sogar,&lt;br /&gt;
sie brauchten sich nicht an Essensbeginnzeiten zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gab es wichtige Einschnitte bei der Kanu-AG?==&lt;br /&gt;
Seit 1985/86 galt die Kanu-AG auf Grundlage einer Vereinbarung mit der&lt;br /&gt;
Bezirksregierung als ein (quasi) Verein. Die AG wurde aus Haftungs- und&lt;br /&gt;
Versicherungssicht wie ein e.V. geführt. Dieses Konstrukt war vor allem für die&lt;br /&gt;
Touren quer durch Europa eine Geste aus der Behörde, die eigentlich für&lt;br /&gt;
bürokratische Absicherung bekannt war bzw. ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So um 1998 kamen Menschen mit Behinderungen aus Villa Keller mit. Die&lt;br /&gt;
Mutter einer Schülerin hatte gefragt, ob wir Personen aus der Villa mitnehmen&lt;br /&gt;
könnten. Besonderer Dank gilt der inzwischen verstorbenen&lt;br /&gt;
Ursulinenschwester Angela Johanna, die der Zusammenarbeit sehr&lt;br /&gt;
aufgeschlossen war. Für die nicht nur mobil eingeschränkten&lt;br /&gt;
Bewohner/Mitfahrer war es schon eine Herausforderung, außer dem Fahren im&lt;br /&gt;
teilweise sehr bewegten Flusswasser sich in unebenem Gelände zwischen den&lt;br /&gt;
Zelten zu bewegen. Später wurde es schwieriger, da nicht jeder Zivi sofort&lt;br /&gt;
erkannte, dass zusätzliche Herausforderungen den Charakter ungemein&lt;br /&gt;
stärkten, machmal auf lange Sicht. Es bestehen weiterhin Kooperationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie war es noch einmal mit dem Festfahren von Autos?==&lt;br /&gt;
1986 war die Kanu-AG in '''Griechenland''' auf dem Pinios (Peneios) unterwegs. Es&lt;br /&gt;
war die erste Wandertour zu Ostern, dies bedeutete viel Regen und eigentlich&lt;br /&gt;
war alles nass. Die Sachen wurden damals zum Trocknen in einer Ziegelei eines&lt;br /&gt;
Bekannten von Manfred Nitschke (anderer abenteuerhungriger Lehrer an der&lt;br /&gt;
GSW, bekannt für seine Wandertouren „Hellas extrem“) aufgehangen.&lt;br /&gt;
Wolfgang konnte es natürlich nicht dabei belassen den Tag in Ruhe ausklingen&lt;br /&gt;
zu lassen. Daher musste wie immer in einer abendlichen Aktion „mal eben“&lt;br /&gt;
nach einer Einstiegsstelle für den nächsten Tag geguckt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ärgerlich (im Nachhinein Erweiterung des Anekdoten-Schatzes), wenn man sich&lt;br /&gt;
dabei am Flussufer im Sand festgefahren hat. Der erste Retter hatte sich&lt;br /&gt;
ebenfalls mit einem kleinen LKW festgefahren. Nach einer gefühlten Ewigkeit&lt;br /&gt;
wurde aus einer kleinen abendlichen Ausfahrt ein abendfüllendes Programm.&lt;br /&gt;
Erst mit einem Caterpillar konnten beide Fahrzeuge vom Flussufer befreit&lt;br /&gt;
werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich Wolfgang mal öfters festgefahren hatte, gibt es noch einiges mehr zu&lt;br /&gt;
berichten. So mussten auf der Suche nach einer Zeltstelle auf einem Feld auch&lt;br /&gt;
mal die Fußmatten gegen den Schlamm helfen oder die Mittelbretter aus den&lt;br /&gt;
Kanus untergelegt werden. Ebenso ist oftmals aktives Schieben der&lt;br /&gt;
Mitfahrenden schwer erwünscht. Geist und Muskeln bilden eine Einheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wer hat die Routen zur An- und Abreise ausgewählt?==&lt;br /&gt;
Scheinbar keiner! So kann man mit einem semi-neuen VW-Bus mit 70 PS,&lt;br /&gt;
vollbesetzt und mit schwerem Anhänger über den Dolomitenpass nach '''Italien'''&lt;br /&gt;
fahren. Das soll auch heute noch gehen! Natürlich waren wir ein&lt;br /&gt;
Verkehrshindernis hochhundert, hoch sind wir mit 30 Km/h geschlichen und die&lt;br /&gt;
Motorradfahrer waren nicht begeistert. Bergab mussten wir natürlich&lt;br /&gt;
regelmäßig die Bremsen und den Motor am Straßenrand kühlen. Wir halten&lt;br /&gt;
fest: die stark geschlängelte Strecke auf der Karte soll ist die kürzeste Route&lt;br /&gt;
sein, aber nicht für die Kanu-AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Übertreiben bei Bergauf- und Abfahrten wird am Ende auch mit&lt;br /&gt;
Kupplungsbrüchen bestraft. Auf der '''Griechenland'''tour 2007 wurde der Bulli bei&lt;br /&gt;
Monemvasia so stark beansprucht, dass in Griechenland der 1 und 2 Gang nicht&lt;br /&gt;
mehr funktionierte. Der Bulli musste auf der Rückfahrt in Venedig von der&lt;br /&gt;
Fähre geschoben werden und schaffte es nach Zwischenaufenthalt in einer&lt;br /&gt;
italienischen „Künstler“-Werkstatt noch bis nach Bayern. Ab da musste er&lt;br /&gt;
abgeschleppt werden, da die restliche Kupplung den Geist aufgegeben hatte -&lt;br /&gt;
so ist es mit dem Material. Menschen halten bekanntlich mehr aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hat wer die Reifen kontrolliert?==&lt;br /&gt;
Auf dem Weg nach '''Frankreich''' 2022 wurden vorher alle Reifen am Anhänger&lt;br /&gt;
aufgepumpt, aber nicht weiter begutachtet. Auf halber Strecke hat ein Reifen&lt;br /&gt;
Luft verloren, eigentlich ein einfaches Problem, was sich mit dem Ersatzreifen&lt;br /&gt;
beheben lässt. Eher problematisch, wenn jemand schon einmal auf die Idee&lt;br /&gt;
gekommen ist, den Reifen zu tauschen. Der Ersatzreifen hatte also auch einen&lt;br /&gt;
Platten. Bei der Begutachtung aller Anhängerreifen, stellten wir den eigentlich&lt;br /&gt;
schlechten Zustand fest. Es half nichts, es mussten an einem Samstag um 7:00&lt;br /&gt;
Uhr morgens 5 neue Reifen her. 4 Reifenhändler und 4 Stunden später, hatte&lt;br /&gt;
die Kanu-AG 5 neue Reifen und konnte die Fahrt fortsetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie konnte der Anhänger nur umkippen?==&lt;br /&gt;
Selten kam es vor, dass Anhänger umgekippt sind. Die Gründe sind relativ&lt;br /&gt;
einfach: Ein übersehender Stein, wo der Anhänger hängen bleibt oder ein&lt;br /&gt;
ungünstiger Kurvenradius an einem Graben. Es hilft nichts, der Anhänger muss&lt;br /&gt;
abgeladen, aufgerichtet und neu beladen werden. Ach so! Die Brückenhöhe&lt;br /&gt;
sollte kontrolliert werden, so kann es sein, dass man mit dem Anhänger an der&lt;br /&gt;
Brücke hängen bleibt. Zum Glück haben der Anhänger und die Brücke es&lt;br /&gt;
unbeschadet überstanden. Ebenso wurde die Höhe der Brücke auch schon&lt;br /&gt;
einmal nur knapp unterschätzt und für ein paar Zentimeter wurde Luft auf den&lt;br /&gt;
Reifen gelassen – was man halt so tut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einreise verboten?!==&lt;br /&gt;
Bei der Einreise nach '''Portugal''' sollte Wolfgang sein Diplom für die Einreise&lt;br /&gt;
vorzeigen. Die Grenzpolizei konnte nicht glauben, dass ein Mann mit Latzhose&lt;br /&gt;
und Bart ein Lehrer sei (aus südeuropäischer Perspektive ein wenig&lt;br /&gt;
verständlich), welcher auch noch eine Jugendgruppe leiten könne. Ein Lehrer&lt;br /&gt;
müsse Anzug und Krawatte tragen. Richtig, sagte Wolfgang schon damals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Kroatien''' ist es uns schon mehrmals gelungen eine größere Gepäckkontrolle&lt;br /&gt;
zu umgehen. Zum einem ist es die schiere Masse an Gepäck, welche wir in den&lt;br /&gt;
zwei Anhänger transportieren. Zum anderen ist vor allem der Gepäckanhänger&lt;br /&gt;
so schlecht gepackt, dass der Grenzpolizei regelmäßig die Sachen&lt;br /&gt;
entgegenkommen oder sie vor eine Wand aus Reisetaschen schauen. Scheinbar&lt;br /&gt;
wirkt dies abschreckend genug. So gelang es auch vor der Wende, Schüler&lt;br /&gt;
(vereinzelt) unter einer Decke zu transportieren, wenn Mutter den Ausweis&lt;br /&gt;
nicht mitgegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie kann man nur Boote verlieren?==&lt;br /&gt;
Die Boote anbinden oder an einen höheren Platz ziehen lohnt sich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der langjährigen Geschichte der Kanu-AG ist leider auch das ein oder andere&lt;br /&gt;
Boot abhandengekommen. So wurden in '''Portugal''' die Boote zwar etwas höher&lt;br /&gt;
gezogen, aber durch Regenfälle im Oberlauf wurde mehr Wasser im Stausee&lt;br /&gt;
abgelassen und die Boote wurden mitgerissen. Was folgte ist typisch Kanu-AG&lt;br /&gt;
Gesamtschule Wulfen: Es wurde davon in der Zeitung berichtet und mit ein&lt;br /&gt;
wenig Hilfe konnten wenigstens ein paar Boote mit Unterstützung der&lt;br /&gt;
portugiesischen Grenzpolizei gefunden werden. Einige blieben auch&lt;br /&gt;
verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In '''Griechenland''' brauchte man 1986 für die Ein- und Ausfuhr der Boote&lt;br /&gt;
Dokumente. Problematisch wird es, wenn die Anzahl der Boote, die ausgeführt&lt;br /&gt;
werden, nicht mit der Anzahl der Boote übereinstimmt, die auf dem Anhänger&lt;br /&gt;
sind. In Griechenland war ein Boot „abgesoffen“ und somit hatten wir ein Boot&lt;br /&gt;
zu wenig. Manfred Nitschke sollte sich darum kümmern, dass die Polizei dies&lt;br /&gt;
bestätigt, damit es keine Probleme bei der Ausreise gab. Da die Polizeiwache&lt;br /&gt;
noch geschlossen war, spielte Manfred mit seiner Gitarre griechische Lieder vor&lt;br /&gt;
der Polizeiwache und wurde so zum Highlight der Bewohner. Später&lt;br /&gt;
bescheinigte der Polizeichef das Fehlen des einen Bootes. An der Grenze stellte&lt;br /&gt;
sich aber heraus, dass ein Boot zu wenig bei der Einreise eingetragen wurde.&lt;br /&gt;
Zum Glück merkten es die Grenzer nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch 2021 in '''Österreich''' an der Drau wären die Boote fast weggeschwommen.&lt;br /&gt;
Die Boote wurden auf eine höher gelegene Kiesbank gezogen und „natürlich“&lt;br /&gt;
nicht festgemacht. Da es im Oberlauf der Drau stark regnete, stieg der Pegel&lt;br /&gt;
der Drau um einen halben Meter an. Nur durch Zufall wurde dies bemerkt und&lt;br /&gt;
die Boote drei Meter höher gebracht. Am Ende genau die richtige&lt;br /&gt;
Entscheidung, sonst wären die Boote wie in Portugal abhandengekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wo war noch einmal der Supermarkt?==&lt;br /&gt;
Eine kurze Anmerkung vorweg: Wo der nächste Supermarkt ist, lässt sich heute&lt;br /&gt;
mit Handy und Co. gut herausfinden, ebenso gibt es die großen Discountketten&lt;br /&gt;
auch im Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem ist es nicht immer so einfach und manchmal ist der nächste&lt;br /&gt;
Supermarkt weiter weg vom Fluss als man denkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann es vor allem im osteuropäischen Ausland sowie Spanien, Portugal und&lt;br /&gt;
Griechenland passieren, dass man auf gut Glück losläuft, da man von&lt;br /&gt;
Einheimischen gehört habe, dass dort später der Brotwagen an der fünften&lt;br /&gt;
Kreuzung links in dem Ort um 12:10 Uhr anhält (stimmt nur bedingt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam es auch schon mal vor, dass man wegen zu wenig vorhandenem Essen in&lt;br /&gt;
ein Dorf zum Bäcker geht und diesen gefühlt leer kauft. Damals in Portugal&lt;br /&gt;
hatte der Bäcker leider nur morgens offen und sonst war in dem Dorf eher&lt;br /&gt;
wenig los. Renate berichtete den wenigen Menschen in dem Dorf über die&lt;br /&gt;
Kanu-AG und dass sie was zu essen bräuchten. Eine Frau brachte ein halbes&lt;br /&gt;
Brot und dies hatten dann mehrere aus dem Dorf getan. Es wurde so viel&lt;br /&gt;
gegeben, dass alle gut auskamen. Das biblische Gleichnis korrespondierte mit&lt;br /&gt;
der Realität, die von den Dorfbewohnerinnen geschaffen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessanterweise trifft die Kanu-AG immer wieder auf Gastfreundschaft.&lt;br /&gt;
So wurden wir oftmals mitgenommen, durften bei Bauern auf Wiesen&lt;br /&gt;
und in Scheunen übernachten oder unsere Einkäufe wurden mehrere Kilometer&lt;br /&gt;
zum Fluss zurückgebracht. Ebenso ist die Gastfreundschaft vor allem beim&lt;br /&gt;
Wasserholen zu merken. Wenn man sich teilweise mit Händen und Füßen&lt;br /&gt;
verständigen muss, damit man endlich wieder Frischwasser bekommt. Naja –&lt;br /&gt;
ein Akt der Völkerverständigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gab es Antiaktionen oder Heldentaten?==&lt;br /&gt;
Antiaktionen sind Sachen die unnötigerweise erledigt wurden, um sie danach&lt;br /&gt;
zu verbessern. Unnötig ist eigentlich nicht ganz das richtige Wort, da die&lt;br /&gt;
Aktionen ja einen Sinn ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hatte Thorsten Block nach dem Aufbau der Zelte ein Plateau entdeckt von&lt;br /&gt;
dem die Aussicht deutlich besser war. So wurden alle Sachen abgebaut und&lt;br /&gt;
nach oben getragen um eine bessere Aussicht genießen zu können. Genialer&lt;br /&gt;
Einfall, wat?!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wurden und werden regelmäßig die Boote nach dem Rausziehen&lt;br /&gt;
zunächst hingelegt und später doch noch nach Farbe sortiert.&lt;br /&gt;
An der Diemel wurde einmal ein Autoschlüssel versenkt, da dieser oben in der&lt;br /&gt;
Tonne lag. Natürlich brachte ein Vater aus Dorsten den 2. Schlüssel zur&lt;br /&gt;
Ausstiegsstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wie ist das mit den vergessenen Sachen?==&lt;br /&gt;
Natürlich vergessen wir auch schon einmal Sachen. Die vergessenen Paddel,&lt;br /&gt;
deren Fehlen kurz vor der Autobahnauffahrt auffallen sind dabei das geringste&lt;br /&gt;
Übel. Aber wenn man kurz vor Paderborn an der Lippe keine Jurtenstangen hat,&lt;br /&gt;
wird es schwierig. So mussten zwei Personen nochmal 4 Stunden hin und her&lt;br /&gt;
fahren, damit in der Jurte geschlafen werden konnte. Leider war es kein&lt;br /&gt;
Wetter (nach Ansicht der verweichlichten Mehrheit) zum draußen Schlafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Was war die längste Stromschnelle?==&lt;br /&gt;
Die längste Stromschnelle mit circa 23 Kilometern gab es 1988 in Norwegen, ein&lt;br /&gt;
bewegendes Highlight, kaum Zeit zum Fotografieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kann man in Venedig Kanu fahren?==&lt;br /&gt;
Na klar! Es ist schon spannend, durch die etwas stark riechenden Kanäle&lt;br /&gt;
Venedigs zu fahren. Auf jedem Touri-Bild ist man ein Highlight. Natürlich muss&lt;br /&gt;
man auf dem Canale Grande tierisch auf große Schiffe, Wassertaxen und&lt;br /&gt;
Wasserbusse aufpassen. Trotzdem ist es ein einzigartiges Erlebnis. Leider wird&lt;br /&gt;
es immer schwieriger die Boote hinein- und hinauszusetzen, da mittlerweile die&lt;br /&gt;
Polizei die Leute verscheucht. Dennoch riskiert man es. Früher war bekanntlich&lt;br /&gt;
alles schlechter, heute gilt Sicherheit vor Abenteuer, fast überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mit wie vielen Personen kann man auf eine privat organisierte Kanutour fahren?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
63 Personen! Manchmal nehmen Planungen eigenartige Ausmaße an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Tour auf der belgischen Ourthe hatten sich bereits viele aus der Kanu-&lt;br /&gt;
AG-angemeldet! Und dann wurde es zum Selbstläufer. Bekannte aus Berlin&lt;br /&gt;
kamen spontan mit ihren eigenen Booten angereist. Da viele Kanuten*innen es&lt;br /&gt;
weitererzählten, wurden es immer mehr die mitkommen wollten. Wolfgang&lt;br /&gt;
konnte niemandem absagen, und so wurden es mehr und mehr. Am Ende&lt;br /&gt;
wurde nur noch ein Treffpunkt bekannt gegeben. Kurz vor der Abreise wurde&lt;br /&gt;
Wolfgang in Alt-Wulfen angesprochen wohin es gehen würde, natürlich kamen&lt;br /&gt;
diese Personen auch noch spontan mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Wehmutstropfen der Ein- sowie der Ausstieg dauerten eine Ewigkeit.&lt;br /&gt;
Wer sich in Geduld übt, wird belohnt durch die Abendsonne am Fluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Fabian Unger''&lt;/div&gt;</summary>
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